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Eine Kolonne slowenischer Partisanen im Winter 1942, Foto: Zbornik sećanja aktivista jugoslovenskog revolucionarnog radničkog pokreta, knjiga peta (S. 385), Belgrad 1960. Wikimedia Commons.
PartisanInnen - Militärischer Widerstand in Kärnten/Koroška

Nach dem Überfall NS-Deutschlands auf Jugoslawien im April 1941 gründeten slowenische AntifaschistInnen in Ljubljana die Osvobodilna Fronta (OF, Befreiungsfront), um bewaffneten Widerstand gegen die Besatzung zu leisten. Der OF schlossen sich Kärntner Slowenen an, die aus der Wehrmacht desertiert waren. Im April 1942 verschärfte das NS-Regime die Unterdrückung der SlowenInnen und deportierte 200 Kärntner Familien nach Deutschland. Unter der verbliebenen Bevölkerung wuchs deshalb die Bereitschaft zum Widerstand.

Zu ersten Kämpfen zwischen PartisanInnen und NS-Verbänden kam es bereits im August 1942. Im Winter 1942/1943 nahm die Gestapo in der Umgebung von Eisenkappel/Železna Kapla und Zell Pfarre/Sele etwa 200 NS-GegnerInnen fest. Bei einem Prozess in Klagenfurt im April 1943 fällte der Volksgerichtshof 13 Todesurteile, die in Wien vollstreckt wurden.

Im Sommer 1944 erreichte der bewaffnete Widerstand in Kärnten/Koroška seinen Höhepunkt. Unterstützt durch britische Waffenlieferungen kämpften bei den Kärntner Partisanenverbänden der OF mehr als 900 Männer und Frauen. Sie sorgten für den einzigen bewaffneten Widerstand im Deutschen Reich. Der slowenische Historiker Marjan Linasi hat 800 Kämpfe, Aktionen und Auseinandersetzungen zwischen PartisanInnen und NS-Kräften im zweisprachigen Kärnten gezählt. Noch am 25. April 1945 verübten Angehörige der SS am Peršmanhof bei Eisenkappel ein Massaker an einer slowenischen Familie, die Partisanen unterstützt hatte. Heute befindet sich dort ein Museum.

Externe Ressourcen:

Verein/Društvo Peršman, Museum am Peršmanhof/Muzej pri Peršmanu, http://www.persman.at/

Jahr
1938
AutorInnen