Als Gauleiter von Oberdonau (Oberösterreich) warb August Eigruber unmittelbar nach dem „Anschluss“ für die Errichtung eines Konzentrationslagers in seinem Machtgebiet – kurz darauf begann der Bau des KZ Mauthausen. Eigruber pflegte während der gesamten Lagerzeit enge Verbindungen zur Lager-SS und war entscheidend mitverantwortlich für die katastrophalen Haftbedingungen in den KZs Mauthausen und Gusen. Zudem nutzte er seine Befehlsgewalt: Noch kurz vor dem Ende der NS-Herrschaft 1945 ordnete er an, Angehörige des oberösterreichischen Widerstands zu vergasen und entflohene Kriegsgefangene im Mühlviertel schonungslos zu verfolgen.
Nach 1945 wurde er im Mauthausenprozess zum Tod verurteilt.
Weiterführende Links:
https://hdgoe.at/es-funkt_propaganda-und-gewalt_3
https://hdgoe.at/1945_chronologie
https://hdgoe.at/Linz-Hoersching-Fliegermord-03041945
https://hdgoe.at/Graz-Wetzelsdorf-Todesmarsch-02041945
https://science.orf.at/stories/3200627/
https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_E/Eigruber_August_1907_1947.xml
https://www.munzinger.de/register/portrait/biographien/August+Eigruber/00/744