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Foto: Chrysant Grossmann/Walter Dall-Asen/Clio, Graz

1945: „Endphaseverbrechen“

Eskalation der Gewalt zu Ende der NS-Herrschaft

Die in einer Phase der Auflösung des NS-Regimes verübten Verbrechen werden in der rechtsgeschichtlichen Forschung als „Endphaseverbrechen“ bezeichnet – je nach den örtlichen Gegebenheiten fanden diese in unterschiedlichen Zeiträumen statt: ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge wurden in „Todesmärschen“ durch Städte und Dörfer getrieben, Widerstandskämpfer*innen in letzter Minute verraten, Deserteure denunziert, Standgerichte verhängten willkürliche Todesurteile. Diese letzte Phase der NS-Herrschaft ist in erster Linie durch den Übergang der Befehlsgewalt – einschließlich der Erteilung von Tötungsbefehlen – auf lokale Entscheidungsträger*innen gekennzeichnet und zeitigte in wenigen Wochen eine Eskalation und Verdichtung der Gewalt in extremem Ausmaß.

 

Der Terminus „Endphaseverbrechen“ stammt vom niederländischen Strafrechtsprofessor Christiaan F. Rüter, der diesen pragmatischen Begriff als Kategorisierung für seine in 50 Bänden für Westdeutschland und in 14 Bänden für Ostdeutschland erschienene Urteilssammlung von NS-Prozessen eingeführt hat, in denen ein Urteil wegen eines Tötungsdeliktes ergangen ist.

 

Österreichische Volksgerichte fällten in 125 Verfahren wegen „Endphaseverbrechen“ gegen 260 Personen 87 Freisprüche und 173 Schuldsprüche, darunter 29 Todesurteile (davon wurden 23 vollstreckt) sowie 22 lebenslange Freiheitsstrafen.

Jahr
1945
Autor*innen