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Manfred Straka (1911–1990)

Lehrer, Historiker, Mitarbeiter der Schulverwaltung im besetzten Slowenien

Noch bevor die NS-Bewegung in Österreich erstarkte, setzte sich Straka für die Ziele der deutschnationalen Volkstums-Politik ein und engagierte sich besonders für die politische Radikalisierung der deutschsprachigen Bevölkerung in Slowenien. Der Historiker arbeitete als Lehrer an einer evangelischen Privatschule. Nach Kriegsbeginn meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst und wurde nach der Besetzung slowenischer Gebiete dort Hauptverantwortlicher für die Organisation eines höheren NS-deutschen Schulwesens, das slowenischsprachige Kinder deutsch machen sollte. 

 

Nach Kriegsgefangenschaft und Jahren in Deutschland kehrte er 1951 nach Österreich zurück, wo er ungehindert als Lehrer arbeiten konnte. Die steirische Landesregierung beauftragte ihn ab 1971 mit der Leitung zahlreicher historischer Einrichtungen des Landes. So wurde er Geschäftsführer der offiziellen Historischen Landeskommission für Steiermark, wobei er aus seiner nationalistischen Einstellung ein scheinbares Forschungsinteresse knüpfte. Straka wurde zu einer prägenden Persönlichkeit der steirischen Landeskunde, veröffentlichte Standardwerke und wurde mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet. 

 

 

Wissenschaftliche Literatur:

Peter Čede, Dieter Fleck, Wissenschaft ist nicht wertfrei – Deutschnationalismus am Institut für Geographie der Universität Graz mit dem Fokus auf Antislowenismus: https://unipub.uni-graz.at/download/pdf/6887345.pdf

 

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