Maria Mandl (1912–1948)
Aufseherin im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau
Als die Oberösterreicherin Maria Mandl ihre Stelle als Postbeamtin verlor, machte sie im Umfeld der SS Karriere als KZ-Aufseherin. Nach Funktionen in den KZs Lichtenburg und Ravensbrück arbeitete sie sich zur Oberaufseherin des Frauenbereichs des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau hinauf. Mandl beteiligte sich an Selektionen und bestimmte so direkt über Leben und Tod. Unter den Gefangenen war sie für ihre Brutalität gefürchtet.
Nach 1945 wurde Mandl als einzige Frau in den Krakauer Auschwitzprozessen angeklagt und zum Tod verurteilt. Sie war eine der wenigen NS-Täterinnen, über die in der Nachkriegsjustiz die Höchststrafe verhängt wurde.
Weiterführende Links:
https://ooe.orf.at/v2/news/stories/2838766/
https://www.auschwitz.at/maria-mandl
https://www.diepresse.com/5206328/groteske-um-ns-moerderin