Aktionswoche gegen Antisemitismus. Ein Projekt des Hauses der Geschichte Österreich
Aktionswoche gegen Antisemitismus. Ein Projekt des Hauses der Geschichte Österreich
„Antisemitismus ist kein Thema der Vergangenheit,
sondern eine reale gesellschaftliche Herausforderung.“
– Monika Sommer, Gründungsdirektorin des hdgö
Das Haus der Geschichte Österreich veranstaltet seit 2022 jährlich die Aktionswoche gegen Antisemitismus anlässlich des Jahrestags der Novemberpogrome. Mit Workshops, Veranstaltungen und digitalen Angeboten lädt das Museum zur kritischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart ein. Angesichts eines weltweit verzeichneten Anstieges antisemitischer Vorfälle ist diese Vermittlungsarbeit heute wichtiger denn je. Die Aktionswoche richtet sich mit einem vielfältigen Bildungsangebot an junge Menschen und Erwachsene und beleuchtet unterschiedliche Formen und Funktionen des Antisemitismus sowie Auswirkungen auf Betroffene.
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Antisemitismuskritische Bildungsangebote für Jugendliche | Führungen für Erwachsene | Veranstaltungen | Zeitzeuginnen zu Besuch in der Aktionswoche | Zum Nachhören und Nachsehen | Im Web & auf Social Media
Antisemitismuskritische Bildungsangebote für Jugendliche
Was bedeutet eigentlich Antisemitismus? In welchen verschiedenen Formen tritt er auf – heute und in den letzten 100 Jahren? Und welche Auswirkungen hat er für Betroffene? Diese Fragen stehen im Zentrum der antisemitismuskritischen Bildungsangebote für Jugendlichen während der Aktionswoche gegen Antisemitismus. Für Jugendgruppen stehen zwei Workshops zur Auswahl. Diese können in Kombination mit einer LIKRAT-Begegnung vor oder nach dem Workshop gebucht werden. Für Lehrpersonen bietet das hdgö Fortbildung zu antisemitismuskritischer Bildungsarbeit im Museum an.
LIKRAT ist ein Dialogprojekt der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Ausgebildete jüdische Jugendliche sprechen über ihr persönliches Judentum. Jeweils zwei Likratinos/Likratinas treffen auf eine Jugendgruppe: Ziel ist es, den Jugendlichen einen Raum zu schaffen, in welchem unbefangen Fragen gestellt werden können, um Vorurteile aufzubrechen.




Führungen für Erwachsene
In der Aktionswoche gegen Antisemitismus lädt das das hdgö Erwachsene zu einem vielfältigen Führungsangebot zu den Themen Antisemitismus, Nationalsozialismus und Erinnerung ein. Ausgehend von Objekten im Museum geben Vermittler*innen, Kurator*innen und Gäste Einblicke in die jüngere Zeitgeschichte in Österreich und beleuchten insbesondere die Rolle des Antisemitismus – damals und heute. Gäste der Reihe #nachgefragt brachten dabei ihre persönlichen Zugänge und Perspektiven ein. Interviews mit ihnen ergänzen nun das digitale Angebot des hdgö.










Veranstaltungen
Im Rahmen der Aktionswoche gegen Antisemitismus bietet das hdgö ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm für unterschiedliche Zielgruppen. Gemeinsam mit dem OeAD-Programm ERINNERN:AT organisiert das hdgö jährlich eine Kooperationsveranstaltung zu antisemitismuskritischer Bildungsarbeit und zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule. Gemeinsam mit der IKG Jugend werden zudem Gedenkveranstaltungen und Zeitzeug*innengespräche organisiert.







Zeitzeuginnen zu Besuch in der Aktionswoche
Während der Aktionswoche waren auch zwei Zeitzeuginnen im hdgö zu Gast. Ihre Erzählungen sind für die Erinnerung an den Nationalsozialismus von besonderer Bedeutung. Zugleich beschäftigt sich das hdgö regelmäßig mit der Frage, wie Erinnerung weitergegeben werden kann, wenn Zeitzeuginnen nicht mehr selbst erzählen können.

Erika Freeman
Die international bekannte Psychoanalytikerin Erika Freeman, in Wien als Kind jüdischer Eltern geboren und mit zwölf Jahren in die USA geflüchtet, besuchte am 7. November 2022 im Rahmen der Aktionswoche gegen Antisemitismus das hdgö.
Im Zuge einer Schenkung übergab sie dem Museum einige persönliche Dokumente und Erinnerungsstücke. Auf ihren persönlichen Wunsch hin organisierte das hdgö die Besichtigung des Altans der Neuen Burg, der für die Öffentlichkeit gesperrt ist. Von diesem Ort aus hielt Adolf Hitler 1938 seine „Anschluss-Rede“ vor jubelnden Menschen auf dem Heldenplatz.
Helga Feldner-Busztin
Die Zeitzeugin Helga Feldner-Busztin besuchte das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) am 9. November 2022 im Rahmen der Aktionswoche gegen Antisemitismus. Feldner-Busztin wurde 1929 in Wien geboren und während der Zeit des Nationalsozialismus als Jüdin verfolgt. Sie überlebte die Deportation und das Ghetto Theresienstadt und kehrte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit ihrer Familie nach Wien zurück. In den 1990er-Jahren begann sie, öffentlich über ihre Erfahrungen zu sprechen, und engagierte sich bis zuletzt als Zeitzeugin.

Im Rahmen der Veranstaltung „Wie gedenken wir morgen? Zeitzeug*innen und jüdische Jugend- und Studierendenorganisationen im Gespräch“, die während der Aktionswoche gegen Antisemitismus 2022 stattfand, diskutiert die Holocaust-Überlebende Helga Feldner-Busztin (1929–2024) mit VertreterInnen jüdischer Jugend- und Studierendenorganisationen sowie des Dialogprojekts LIKRAT über die Zukunft des Gedenkens, den Dialog zwischen den Generationen und die Bedeutung von Erinnerungskultur.
Den vollständigen Mitschnitt der Veranstaltung können Sie weiter unten auf dieser Seite ansehen.
Zum Nachhören und Nachsehen
#nachgefragt bei Saphira Wing, Schauspielerin
Welche Erfahrungen hast du in Österreich damit gemacht, Schwarz und jüdisch zu sein?
#nachgefragt bei Victoria Borochov, ehem. Päsidentin der JöH
Wie kann Antisemitismus bekämpft werden?
Mit Bildung gegen Antisemitismus – aber wie?
Strategien und Herausforderungen der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit
8. November 2022

Wie gedenken wir morgen?
Zeitzeug*innen und jüdische Jugend- und Studierendenorganisationen im Gespräch
Zu Gast Holocaust-Überlebende, Helga Feldner-Busztin (1929–2024)
9. November 2022
Jugendliche erzählen über LIKRAT und eigene Erfahrungen mit Antisemitismus
LIKRAT ist ein Dialogprojekt der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG). Die Interviews sind seit 2023 in der Hauptausstellung des hdgö zu sehen.
Nurit Davidowicz
Eidel Malowicki
Viktor Zirelman
Im Web & auf Social Media
Begleitend zur Aktionswoche gegen Antisemitismus bietet das hdgö im Web und auf Social Media digitalen Besucher*innen detaillierte Hintergrundinformationen und kompakt aufbereitet Content zur Geschichte und Gegenwart von Antisemitismus in Österreich. Die Themensammlung Antisemitismus bündelt alle Webinhalte zu Thema. Auf Social Media werden leicht verständlich und zielgruppenangepasst aufbereitet.











