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Foto: © Markus Wörgötter

1938–1945: Führerkult

Die Figur Adolf Hitler als zentraler Bezugspunkt der NS-Propaganda

Adolf Hitler hatte sich bis 1933 die Rolle des unumstrittenen Anführers der NSDAP erarbeitet. Ab diesem Zeitpunkt konnte er die Linie der Partei alleine vorgeben. Staat, Partei und Gesellschaft wurden vollständig auf ihn als „Führer“ ausgerichtet. Diese kultische Verehrung eines „Führers“ hatte die NSDAP vom italienischen Faschismus übernommen. Das Propagandaministerium unter Joseph Goebbels sollte das Bild des „Führers der Nation“ in der Bevölkerung festigen. Um das zu erreichen, setzte es moderne Medien zur Manipulation der Öffentlichkeit ein. Zusätzlich spornten nationalsozialistische Organisationen die Bevölkerung zur Verehrung Hitlers an.

 

Die Grußformel „Heil Hitler“ war allgegenwärtig und der Führerkult wurde zum Teil des alltäglichen Lebens. Die Verehrung Hitlers nahm auch religiöse Züge an: Der „Führer“ wurde als „übermenschlich“ gezeichnet, angetrieben von einer „göttlichen Vorsehung". Gebietsgewinne und militärische Erfolge zu Beginn des Krieges unterstützten den Kult. Ab 1943 zeichnete sich jedoch die Niederlage des Deutschen Reichs ab. Dies dämpfte zwar die Stimmung, trotzdem gab es bis zum Ende der nationalsozialistischen Herrschaft noch fanatische Verehrung. Nach dem Ende der NS-Herrschaft schoben viele Täter*innen und Mithelfer*innen ihre Schuld auf den „Führer“. Sie entschuldigten Verbrechen mit der zumeist falschen Behauptung, sie hätten nur Hitlers Befehle ausgeführt oder wären seiner „Magie“ hilflos ausgeliefert gewesen.

 

Ein Beitrag aus Europa der Diktaturen 

Jahr
1939
Autor*innen