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Grafik: Atelier Binder, ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung

1933: Fremdenverkehrswerbung wird Staatsaufgabe

Athletische Menschen, Trachten und alpine Landschaft

Bis 1933 gab es in der Ersten Republik keine staatliche Organisation für eine gesamtösterreichische Tourismuswerbung, Fremdenverkehr war Ländersache. Bis dahin waren zwei Drittel aller österreichischen Feriengäste Deutsche. Unmittelbar vor der Tausend-Mark-Sperre kam es im Mai 1933 zu einer Regierungsumbildung bei der ein kurzzeitiges Staatsekretariat für Arbeitsbeschaffung und Fremdenverkehr eingerichtet wurde. Zum Staatssekretär wurde der austrofaschistische Hardliner Odo Neustädter-Stürmer ernannt. In der Mai-Verfassung von 1934 fiel die „Fremdenverkehrsförderung“ erstmals in die Zuständigkeit des Bundes (Ministerium für Handel und Verkehr) und das Budget wurde von 48.000 Schilling auf eine Million erhöht.

 

Es wurde ein „Werbedienst“ eingerichtet. Dieser gab Plakate, Prospekte und Inserate bei renommierten Grafikern in bis zu zwölf Sprachen in Auftrag. Es wurde auch ein einheitliches Corporate Design für die unterschiedlichen Werbemittel geschaffen, ein Handbuch für den Österreichischen Fremdenverkehr herausgegeben und ein Institut für Fremdenverkehrsforschung ins Leben gerufen. Zusätzlich wurden weltweit Lichtbildvorträge über die Schönheit des Landes organisiert und Ermäßigungen für Bahnreisen gewährt. Im Zentrum der Werbung stand ein Österreich-Bild, das der Ideologie des Austrofaschismus entsprach. Bei den Wintersujets dominierten athletische Menschen in zeittypisch funktionaler Sportbekleidung, bei den Sommermotiven finden sich häufig Männer und Frauen in Trachtenkleidung vor der schönen alpinen Landschaft. Die „böse“ Stadt findet man in der Tourismuswerbung seltener.

 

Diese Maßnahmen zeigten Erfolge. Die Nächtigungszahlen von 1936 überstiegen erstmals die des klassischen Urlaubslandes Schweiz. Die Jahre 1933 bis 1938 sollten die Grundlage für die Erfolgsstory des Tourismuslandes Österreich nach 1945 bilden.

Jahr
1933
Autor*innen