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© hdgö/Stefan Olah, Foto: David Tiefenthaler

Brenner, Hohenems, Klingenbach, Spielfeld – Stefan Oláh

Fotografien, 2018

Grenzen sind Zonen der Trennung, der Begegnung und des Übergangs. Sie beeinflussen die Lebenswelten der Menschen auf vielfältige Weise.

 

In Zentraleuropa wurden die Grenzen nach dem Ende des Ersten Weltkriegs neu gezogen. Damit verbundene Konflikte wirken zum Teil bis heute nach. Nach dem Zweiten Weltkrieg, trennte der Eiserne Vorhang die kommunistischen Länder Osteuropas vom demokratischen „Westen“. Jahrzehntelang erfüllte das neutrale Österreich eine Brückenfunktion. Das Ende der kommunistischen Diktaturen brachste 1989 eine Öffnung der Grenzen. Mit freiem Warenverkehr und der Personenfreizügigkeit schienen nationale Grenzen im EU-Europa ihre Bedeutung zu verlieren. Als Reaktion auf Flucht- und Migrationsbewegungen oder die Verbreitung des neuen Corona-Virus kam es in den letzen Jahren immer wieder zu Grenzschließungen, auch in Österreich.

 

Fünf exemplarisch ausgewählte Grenzorte machen – jeweils zu zwei ausgewählten Zeitpunkten – unterschiedliche Funktionen, Erfahrungen und Veränderungen von Grenzen sichtbar.

 

Brenner/Brennero 1963 | 1967 – Umstrittene Grenzen

 

Der Alpenpass Brenner (T) verbindet und trennt zugleich. Infolge des Friedensvertrags von Saint-Germain 1919 musste Südtirol an Italien abgetreten werden. Die vielfach umstrittene und emotional aufgeladene Grenzziehung sorgte immer wieder für Konflikte. In den 1960er Jahren sollte der Brenner durch den Bau der Europabrücke zu einem Symbol der europäischen Verständigung werden. Gleichzeitig eskalierten in Südtirol regionale Konflikte zwischen den Volksgruppen.

 

Stefan Oláh
„Brenner“, 2018

Fotografie

 

 

Hohenems 1938 | 1942 – Hoffnung und Fluch

 

Durch die Umleitung des Rheins entstand im Jahr 1910 eine Landbrücke zwischen Hohenems (V) und dem Schweizer Ort Diepoldsau. Nach dem „Anschluss“ 1938 war der Grenzübergang für Jüdinnen und Juden ein Ort der Hoffnung auf eine Flucht in die neutrale Schweiz, wo sie jedoch keineswegs mit offenen Armen aufgenommen wurden. Das Deutsche Reich schloss diesen Grenzübergang schrittweise – blad stand auf Fluchthilfe die Todesstrafe.

 

Stefan Oláh
„Hohenems“, 2018

Fotografie

 

 

Andau und Klingenbach 1956 | 1989 – Der Eiserne Vorhang (fällt)

 

Ab den 1950er Jahren verlief der Eiserne Vorhang auch an der burgenländischen Grenze. Stacheldrahtzäune, Wachtürme und Todesstreifen prägten den Grenzraum in den Jahrzehnten des Kalten Kriegs. Zwei Orte stehen für zwei unterschiedliche Ereignisse: An der Brücke von Andau spielten sich im Jahr 1956 dramatische Szenen ab, als Menschen aus Ungarn flüchteten. Klingenbach hingegen wurde im Jahr 1989 zum symbolischen Ort des Abbaus des Eisernen Vorhangs.

 

Stefan Oláh
„Klingenbach“, 2018

Fotografie

 

 

Spielfeld/Špilje 1991 | 2015 – Grenzen schützen

 

Spielfeld lag jahrhundertelang inmitten des zweisprachigen habsburgischen Kronlands Steiermark. Mit dem Friedensvertrag von Saint-Germain 1919 wurde es zum Grenzort zwischen Österreich und dem späteren Jugoslawien. Im Jahr 1941 hob das NS-Regime diese Grenze mit der Angliederung der „Untersteiermark“ auf. 1945 wurde sie im beginnenden Kalten Krieg neuerlich durch Spielfeld gezogen. Zu einem international wahrgenommenen Hotspot wurde Spielfeld im Slowenienkrieg 1991 und in der „Flüchtlingskrise“ im Jahr 2015.

 

Stefan Oláh
„Spielfeld“, 2018

Fotografie

 

 

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