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Foto: sparrow/Wikimedia Commons, cc-by 4.0
Beginn der Selbstvertretung von intergeschlechtlichen Menschen

Die ersten öffentlichen Debatten im Sport in den 1960er- und 1980er Jahren und die breite Wahrnehmung des Films „Tintenfischalarm“ 2006 erzeugten zwar Aufmerksamkeit für die Situation von intergeschlechtlichen Menschen in Österreich – aber nicht nachhaltig. Erst um das Jahr 2013 trafen wieder einige wichtige politische, persönliche und institutionelle Entwicklungen zusammen, aus denen erste Kontakte zwischen aktivistischen Einzelpersonen, die in Folge ausschlaggebend waren für die Entstehung eines organisierten Aktivismus zur Wahrung der Menschenrechte intergeschlechtlicher Menschen in Österreich.

 

Für die beteiligten inter* Personen war klar, dass es eine eigene Organisation von und für inter* Personen geben müsse, und so wurde im Februar 2014 der Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich (VIMÖ) gegründet mit den Tätigkeitsbereichen Interessenvertretung, Aufklärungsarbeit und Selbsthilfe. Eingebettet ist die Geschichte und die Entwicklung von VIMÖ aber in die gemeinsame Geschichte mit den Partner*innen-Organisationen besonders in Europa und der weltweiten Inter*-Bewegung.

 

Daneben wurde die Plattform Intersex Österreich (PIÖ) gegründet, die eine Art Netzwerk bildet, in dem Vereine, NGOs und Wissenschaftler*innen die Anliegen von Inter*-Aktivist*innen unterstützen. „Nichts über uns ohne uns“, der bekannte Slogan der Selbstbestimmt-Leben-Bewegungen, wurde auch zur Maxime dieses gemeinsamen Aktivismus und damit die Grundlage für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

 

Neben der Ausarbeitung gemeinsamer gesellschaftspolitischer Forderungen und der Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf offensichtliche Missstände im gesellschaftlichen Umgang mit Intergeschlechtlichkeit stehen Bildungsarbeit im Zentrum der Arbeit der Organisationen. Ein wichtiges Anliegen der Aktivist*innen ist der Kampf für die körperliche Unversehrtheit von intergeschlechtlichen Menschen und dabei besonders das Verbot von nicht-konsensualen und medizinisch nicht notwendigen Behandlungen an intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen.

 

Veranstaltungen und Medienarbeit brachten die Anliegen intergeschlechtlicher Menschen auf die Startseiten von großen Online-Zeitungen, in Radio- und TV-Nachrichtensendungen oder in TV-Dokumentationen (z.B. ORF „Am Schauplatz“-Reportage „Weder Frau noch Mann?“, 2017). Gleichzeitig wurde viel Aufmerksamkeit für das Thema durch andere Ereignisse geschaffen, allen voran die letztlich erfolgreiche Klage von Alex Jürgen* für einen selbstbestimmten, alternativen Geschlechtseintrag. 

Teilnehmer*innen des Intersex-Awareness-Day am 26. Oktober 2018 auf der Konferenz der „International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association“ (ILGA) in Brüssel. Die Personen halten Intersex-Pride Flaggen und Schilder, die dazu auffordern intergeschlechtliche Kinder zu schützen, Brüssel, 26.10.2018
Foto: sparrow/Wikimedia Commons, cc-by 4.0

 

Dieser Text basiert auf dem Kapitel „Inter*-Aktivismus in Österreich. Eine Geschichte von Selbstorganisation und Verbündetenschaft“ von Paul Haller und Tobias Humer im Sammelband „Inter* Pride – Perspektiven aus einer weltweiten Menschenrechtsbewegung“ von Paul Haller, Luan Pert und Tinou Ponzer (Hrsg*innen, erschienen im Verlag w_orten & meer, Mai 2022)

 

Externe Ressourcen:

 

Vienna Statement europäischer Selbstvertretungsorganisationen intergeschlechtlicher Menschen, ein Forderungskatalog der Community an Regierungen und gesellschaftliche Institutionen, der bis heute ein wichtiges Dokument der internationalen Inter*-Bewegung ist: https://oiieurope.org/statement-1st-european-intersex-community-event-vienna-30st-31st-march-2017

Jahr
2013
Autor*innen