Der Grazer Zweigelt kreuzte 1922 die Weinreben St. Laurent und Blaufränkisch und züchtete so eine frostresistente Weintraube. 1933 trat Zweigelt der NSDAP bei und blieb auch nach deren Verbot aktiv. Nach dem „Anschluss“ wurde er 1943 Direktor der Höheren Staatslehr- und Staatsversuchsanstalt für Wein-, Obst und Gartenbau in Klosterneuburg.
1945 wurde Zweigelt durch die alliierte Verwaltung im Anhaltelager Klosterneuburg inhaftiert. Er wurde nicht weiter belangt und 1948 pensioniert – auch aus Altersgründen. Die Ergebnisse seiner Arbeiten haben bis heute großen Einfluss: 11 Jahre nach seinem Tod wurde seine Weinreben-Züchtung als „Zweigelt“ breit vermarktet. Sein Name ist also in einer der mittlerweile bekanntesten Rebsorten Österreichs verewigt.
Weiterführende Links:
https://kurier.at/chronik/oesterreich/zweigelt-soll-in-blauer-montag-umbenannt-werden/400349623