Piffl war spezialisiert auf Darstellungen von traditioneller Kleidung. Ihr Engagement für die NS-Bewegung ermöglichte ihr eine Karriere, denn dadurch wurden ihre Aquarelle Teil von prominenten Ausstellungen. Nachhaltigen Einfluss erreichte sie aufgrund ihrer Mitarbeit in der SS-Organisation Ahnenerbe. Ihre Bilder trugen dort wesentlich dazu bei, mit scheinwissenschaftlichen Forschungen (in besetzten Gebieten) rassistische Behauptungen zu belegen und machten sie berühmt.
Nach dem Ende der NS-Herrschaft illustrierte sie Kataloge, die festlegten, was als „echte Tracht“ gelten sollte (etwa 1955 für Oberösterreich). Volkskundliche Ausstellungen zu Tracht zeigten häufig ihre Darstellungen – auch jene aus dem SS-Ahnenerbe. Ihre Grafiken vermittelten weiterhin Vorstellungen und eine Bildsprache, die vom Nationalsozialismus geprägt worden waren.
Weiterführende Links:
Illustrationen von Erna Piffl in der Sammlung des Volkskundemuseums Wien: https://sammlung.volkskundemuseum.at/name/view/5831
Illustrationen von Erna Piffl in der Niederösterreichischen Landessammlungen: https://online.landessammlungen-noe.at/search/erna%20piffl