Franz Doppelreiter (1922–2010)
Polizist, Aufseher im KZ Mauthausen
Der Niederösterreicher Franz Doppelreiter war als Soldat im Zweiten Weltkrieg verwundet worden, danach ließ er sich in die „politische Abteilung“ des KZ Mauthausen versetzen. Er war dafür bekannt, Häftlinge so brutal zu misshandeln, dass sie verstarben. In seiner Freizeit spielte er in der Fußballmannschaft der SS-Wachmannschaften Mauthausen.
Nach 1945 wurde er in Österreich zunächst zum Tod verurteilt. Nach einer Abmilderung auf eine lebenslängliche Haft wurde Doppelreiter bereits 1955 durch den Bundespräsidenten begnadigt und entlassen. Im hohen Alter stellte er sich für eine ZDF-Doku und Interviews zur Verfügung. Eine persönliche Verantwortung für die Verbrechen stritt er darin ab.
Weiterführende Links:
https://www.derstandard.at/story/2000044483251/die-bestialitaet-der-unauffaelligen