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Älterer Mann (Konrad Lorenz) in Anzug mit dekorativem Orden am Revers sitzt in einem Raum mit vertäfelten Wänden, im Hintergrund zwei weitere Personen.
Foto: Fritz Kern, 1973/ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung

Konrad Lorenz (1903–1989)

Biologe in Wien und Königsberg

Lorenz erhielt 1937 an der Universität Wien eine Lehrbefugnis für seine Forschungen zum Verhalten von Tieren. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde er NSDAP-Mitglied und Leiter des Instituts für Psychologie an der Universität Königsberg. Ab 1941 arbeitete er als Militärarzt und beteiligte sich an der Durchführung von Forschungen an Menschen, die als „deutsch-polnische Mischlinge“ eingestuft wurden. In Vorträgen und Veröffentlichungen setzte er sich immer wieder für rassistische Auffassungen von Biologie und Medizin im nationalsozialistischen Sinn ein.

 

Bald nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1948 wurde er Leiter des Max-Planck-Instituts für Verhaltensphysiologie in Westfalen, Deutschland. 1982 übernahm er die Leitung der Abteilung für Tiersoziologie des Instituts für vergleichende Verhaltensforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Danach leitete er die Forschungsstelle für Ethnologie. 1973 erhielt er den Nobelpreis für Medizin. 1978 wurde er zur zentralen Figur der Proteste gegen das geplante Wasserkraftwerk in der Hainburger Au. 

 


Weiterführende Links:


https://geschichte.univie.ac.at/de/personen/konrad-lorenz
https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Konrad_Lorenz 
https://www.derstandard.at/story/2000027787429/die-verlorene-ehre-des-konrad-lorenz
https://boku.ac.at/fileadmin/data/H01000/H10090/H10400/H10420/BOKU_PA/Konrad_Lorenzfinal.pdf

 

 

Wissenschaftliche Literatur :
Klaus Taschwer, Benedikt Föger, Konrad Lorenz. Biografie, Wien 2023. 

 

Autor*innen