Maximilian Grabner leitete die politische Abteilung im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Er war dafür verantwortlich, Fluchtversuche und Widerstand im Lager zu verhindern. Hierfür ordnete er an, Gefangene zu foltern und zu ermorden. Dass der gebürtige Wiener dabei die Regeln der NS-Bürokratie missachtete, ging selbst der SS zu weit: 1943 wurde Grabner aus seiner Funktion entlassen und für die Ermordung von 2.000 Gefangenen angeklagt, für die es keinen Hinrichtungsbefehl gegeben habe. Der Prozess wurde vertagt und nie abgeschlossen.
Nach Kriegsende wurde Grabner nach Polen ausgeliefert und dort zum Tod verurteilt.