Horak wurde am 7.3.1908 in Wien geboren und starb am 23.3.1992 in Schwaz in Tirol. Von Beruf Gymnasiallehrer für Geographie und Naturgeschichte, wandte er sich, beeinflusst durch die Jugendbewegung und angeregt durch Raimund Zoder und den Volkskundler Arthur Haberlandt, schon früh der volksmusikalischen Feldforschung zu und sammelte Lieder, Tänze und Spiele in mehreren Landschaften Österreichs und Deutschlands, sowie in „Sprachinseln“.
Ab 1932 war er beruflich in Tirol, wo er fortan auch volksbildnerisch in der Lied-, Musik- und Tanzpflege tätig war. 1940–41 war er Mitarbeiter in der Kulturkommission im SS-Ahnenerbe zur Dokumentation der Volksmusik in Südtirol. Er war mit Grete (1908–96) verheiratet, die sowohl an seinen sammlerischen Aktivitäten beteiligt war, wie auch selbst als Herausgeberin tätig wurde. Die Sammlung Horak befindet sich heute im Volksmusikarchiv des Bezirkes Oberbayern in Bruckmühl.
Er war Mitglied in der Kommission für ostdeutsche Volkskunde in der deutschen Gesellschaft für Volkskunde, in der Wissenschaftlichen Kommission des Österreichischen Volksliedwerkes, Mitherausgeber des Jahrbuches des Österreichischen Volksliedwerkes, Leiter des Tiroler Volksliedarchives, Mitbegründer der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz.
Wissenschaftliche Literatur:
G. Haid in Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerks 38 (1989)
M. Schneider (Hg.), [Festschrift] Karl Horak, 1980
W. Suppan in Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerks 41 (1992)
H. Dreo et al. (Hg.), Musikalische Volkskultur in Burgenland 1988
Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerks 36/37 (1988, Karl Horak zum 80. Geburtstag)
Dieser Text wurde dem Österreichischen Musiklexikon entnommen und geringfügig überarbeitet. Der originale Eintrag war zuletzt am 25.4. 2003 aktualisiert worden,
https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_H/Horak_Karl.xml, veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 3.0 AT