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Schwarz-weiß-Fotografie eines historischen Gebäudes (Palais Rothschild in Wien) mit verzierten Fenstern, einem Torbogen und einem gepflasterten Innenhof
Foto: Fotograf*in unbekannt/ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung

Adolf Eichmann (1906–1962)

Leiter der Organisation von Enteignung, Vertreibung und Deporation in die Shoah

Adolf Eichmann, aufgewachsen in Linz, gilt als Inbegriff eines NS-„Schreibtischtäters”. In Wien entwickelte er nach dem „Anschluss“ ein System der Beraubung, Vertreibung und Deportation jener Menschen, die von der NS-Herrschaft als Jüdinnen oder Juden betrachtet wurden. Nach diesem Vorbild organisierte er die Deportationen und Ermordungen von über sechs Millionen dieser Personen aus ganz Europa – viele davon endeten im Konzentrations -und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

 

Nach Kriegsende konnte Eichmann fliehen. Erst 1960 fand der israelische Geheimdienst ihn in Argentinien. In einem weltweit beobachteten Gerichtsprozess in Jerusalem wurde er zum Tod verurteilt. Während der Verhandlung entzog ihm die österreichische Regierung die Staatsbürgerschaft und versuchte, Eichmann als Deutschen darzustellen.

 

 

Weiterführende Links:
 
https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Adolf_Eichmann 
https://www.dhm.de/lemo/biografie/adolf-eichmann 
https://hdgoe.at/wien_experimentierfeld_des_antisemitismus 

 

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