Alois Brunner (1912–2001)
Mitarbeiter in der Organisation von Enteignung, Vertreibung und Shoah in Wien, Berlin, Thessaloniki und Paris
Im Oktober 1942 rühmte sich Alois Brunner damit, die Stadt Wien „judenfrei“ gemacht zu haben. Er leitete die Wiener NS-Stelle, von der aus die Deportation der jüdischen Österreicher*innen in Konzentrations- und Vernichtungslager wie Auschwitz-Birkenau organisiert wurde. Das in Wien entwickelte „System“ zwang die lokalen Vertreter*innen der jüdischen Gemeinden zur Mitwirkung. Brunner wandte es auch in Berlin, Saloniki und Paris an. Nach Kriegsende tauchte er unter und floh nach Damaskus. Dort lebte er unter Schutz der syrischen Regierung bis zu seinem Tod.
Weiterführende Links:
https://www.sueddeutsche.de/politik/ns-verbrecher-alois-brunner-elendes-ende-von-eichmanns-bluthund-1.3331476
https://www.auschwitz.at/alois-brunner