Nach La, la, la (1968) und Boom Bang-a-Bang (1969) gewann 1975 das Lied Ding-a-Dong den ESC. Die Band Schmetterlinge wollte 1977 mit Boom Boom Boomerang gewinnen. Sängerin Beatrix Neundlinger war zum zweiten Mal dabei – 1972 trat sie mit der Band Milestones an.
1976 waren die Schmetterlinge mit der Proletenpassion erfolgreich – einem Oratorium über die Geschichte der Arbeiter*innenbewegung, uraufgeführt in der Arena Wien. Die Band positionierte sich links und antikapitalistisch. Plattenvertrag hatten sie keinen, umso verlockender das Angebot des ORF: Die Schmetterlinge schreiben ein Lied für den ESC, dafür bringt die Plattenfirma Ariola eine Aufnahme der Proletenpassion auf den Markt.
„Music is love for you and me – Music is money for the record company”, lauten die ersten Textzeilen. Die Kostüme waren zweigeteilt: Vorne beige mit rotem Herz auf der Brust/hinten dunkler Anzug und Geldscheine in den Händen. Auf dem Hinterkopf trugen die Sänger zigarrenrauchende Masken, die für die Bosse der Musikindustrie stehen sollten. Vor Einführung des Publikumsvotings 1997 vergaben Fachjurys die Punkte. Der gegen die Musikindustrie gerichtete Protestsong landete mit 11 Punkten auf dem vorletzten Platz.
