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Heute im hdgö

Bosniakischer Soldat im Ersten Weltkrieg holt mit einem Tragetier Wasser, unbekannter Fotograf des Kriegspressequartiers der Habsburgermonarchie, Goricia/Görz, 1915 ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Todesfälle zeigen die Vielfalt einer Gesellschaft – und der Armee

Die Toten der Grippe-Pandemie ließen sich in der historischen Gegenwart oft nicht identifizieren, weil die Symptome nicht eindeutig waren. Genauso wenig können daher HistorikerInnen heute diese Zuordnungen treffen. Die Auseinandersetzung mit den Todesfällen der Jahre 1918 und 1919 geben also nur Aufschluss darüber, dass deutlich mehr Menschen als sonst verstorben sind, aber nur selten, welche konkreten Personen tatsächlich als Opfer der Pandemie zu betrachten sind.


Was die Auseinandersetzung mit den Todesfällen der Zeit aber freilegt, ist die Vielfalt von Lebensverläufen, Herkunfts- und Migrationsgeschichten und konfessionellen Zugehörigkeiten, die für die Gesellschaft dieser Zeit schon typisch waren. Als etwa der 33-jährige Abdija Mumić am 18. November 1918 verstarb, war der Erste Weltkrieg zwar schon mehrere Wochen lang zu Ende, er wurde aber dennoch als Soldat betrachtet. Der in Tuzla in Bosnien geborene Tote wurde daher in einem Kriegergrab am Wiener Zentralfriedhof bestattet, in dem es auch eine Sektion gab, in der die vielen muslimischen Soldaten der Habsburgerarmee beigesetzt wurden. Er war verheiratet, ob er Kinder hatte, ist nicht bekannt.

Eine ähnliche Geschichte kann über den jüdischen Handelsangestellten Israel Lummer erzählt werden, der in Horodenka geboren war und in Lemberg/Lwów/Lwiw gelebt hatte. Auch er war nur 27 Jahre alt, als er am 16. Oktober 1918 an einer Lungenentzündung verstarb. Er war Soldat in der Habsburgerarmee und wurde in der israelitischen Abteilung des Zentralfriedhofs beigesetzt. Wie bei vielen anderen vermerkten die behandelnden Ärzte im Zusammenhang mit der Todesursache, dass der Verstorbene nicht nur Soldat war, sondern tatsächlich auch an der Front eingesetzt wurde.

 

Damit verweisen diese einzelnen Fälle auf das größere Bild der vielen Angehörigen des Heeres, die an Lungenentzündungen verstarben als der Krieg schon zu Ende war und möglicherweise unbewusst das Virus auch „hinter der Front" verbreiteten.

 

 

 

 

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