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Ein Lockdown vor hundert Jahren

Die meisten Maßnahmen gegen die Grippe wurden in Österreich viel zu spät, nämlich erst Mitte Oktober 1918, eingeleitet. Knapp davor hatte das Ministerium für Volksgesundheit dazu aufgerufen, „sich selbst zu schützen“. Das kritisierte ein Journalist der Wiener Allgemeinen Zeitung als unzureichend, weil man sich im Gedränge der Großstadt nicht schützen könne.

Rund um den 18. Oktober 1918 wurden Schließungen und Einschränkungen für das öffentliche und private Leben verordnet. Am 19. Oktober berichtete beispielsweise das Grazer Tagblatt von einer geplanten Sperre sämtlicher Vergnügungslokale und womöglich auch Kirchen: „Da die Grippe ununterbrochen zunimmt, hat sich der Landessanitätsrat heute mit einem Antrage auf Schließung sämtlicher Vergnügungslokalitäten befaßt. Voraussichtlich wird noch im Laufe des heutigen Abends oder morgen eine diesbezügliche Entscheidung der Statthalterei erfließen, womit die Kinos, Theater, Versammlungslokale und in letzter Linie auch die Kirchen vorläufig gesperrt werden sollen.“

(Grazer Tagblatt, 19. Oktober 1918)

 

Einen Tag später nahm Niederösterreich Lokale, in denen Speisen und Getränke konsumiert werden konnten, in die Pflicht. Die Maßnahmen, die von der Statthalterei gefordert wurden, lauteten: häufiges Lüften und Reinigen der Speiseräume.

„Bett hüten, rechtzeitig den Arzt rufen und ähnliche Maßregeln sind ja sicherlich sehr leicht zu befolgen, aber wie soll man in Wien dem Gedränge oder Ansammlungen ausweichen? Die Straßenbahn ist ständig überfüllt, die Wagen kommen in Intervallen, die endlos sind und stets bei jeder Haltestelle Menschenansammlungen hervorrufen. Wie soll man also dem Gedränge ausweichen, wenn man beruflich die Straßenbahn mehrmals im Tage benützen muß?“
Wiener Allgemeine Zeitung, 7.10.1918. Österreichische Nationalbibliothek

„Bett hüten, rechtzeitig den Arzt rufen und ähnliche Maßregeln sind ja sicherlich sehr leicht zu befolgen, aber wie soll man in Wien dem Gedränge oder Ansammlungen ausweichen? Die Straßenbahn ist ständig überfüllt, die Wagen kommen in Intervallen, die endlos sind und stets bei jeder Haltestelle Menschenansammlungen hervorrufen. Wie soll man also dem Gedränge ausweichen, wenn man beruflich die Straßenbahn mehrmals im Tage benützen muß?“ 

 

Hier zur gesamten Ausgabe der Wiener Allgemeinen Zeitung, 7. Oktober 1918

 

 

 

 

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