Wirklichkeiten in der Kunst – Ingeborg G. Pluhar, Christian Skrein
Collagen und Fotografien
Bis heute werden Fotos mit der Wirklichkeit verwechselt. Und das, obwohl Fotografien immer gestaltet sind, sowohl durch die Gestaltung der Aufnahme selbst als auch durch die Wiedergabe (etwa durch Ausschnitte und Bearbeitungen). Wir haben hier Arbeiten von Künstler*innen ausgewählt, die untersuchen, was ein Bild überhaupt ist. Sie zeigen mittels Fototechniken, wie Vorstellung und Wirklichkeit zusammenhängen.
Ingeborg G. Pluhar und Christian Skrein gehörten einer jungen Generation an, die die geltenden Regeln infrage stellte. Ihre Bilder blicken hinter die Kulisse, sie irritieren unsere Alltagswahrnehmung.
Kunst als Revolution
Die österreichische Gesellschaft der späten 1960er Jahre war konservativ geprägt, doch in einer kleinen Gruppe brodelte es bereits. Die große gesellschaftliche Auseinandersetzungen der 1968er-Generation wurde in Österreich vor allem mit künstlerischen Mitteln geführt.
Ingeborg G. Pluhar (eigtl. Göschl-Pluhar), geb. 1944, studierte bei Fritz Wotruba an der Akademie der bildenden Künste, ab 1979 Mitarbeiterin am Institut für Kunst und Gestaltung der Technischen Universität Wien. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 1966 in der Galerie nächst St. Stephan und 1988 in der Secession, Wien.
Christian Skrein (eigtl. Skrein-Bumballa), geb. 1945, besuchte die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien und machte sich schon 1966 selbstständig. Anfangs Modefotograf, später Werbefotograf und -filmer. Als Sammler von Fotografien zahlreiche Publikationen mit Schwerpunkt Amateur*innen und Kuba.
ⓘ Aktuell in der Hauptausstellung zu sehen.





