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Franz Novak (1913–1983)

Mitarbeiter in der Organisation von Enteignung, Vertreibung und Shoah in Wien, Prag und Budapest

Franz Novak engagierte sich ab 1929 zuerst in der Hitlerjugend und dann in der NSDAP. Nach 1934 flüchtete er nach Deutschland. Nach der Machtübernahme der NSDAP in Österreich kehrte er dorthin zurück und begann als Hilfskraft bei Adolf Eichmann. Er startete mit ihm in Wien und folgte ihm nach Prag und Berlin. Als „Transportreferent“ organisierte er dort die Deportationen aus ganz Europa in Konzentrations- und Vernichtungslager. Hierfür bestellte er Eisenbahnwaggons, arbeitete Fahrpläne aus und kontrollierte die Abwicklung der Deportationen. 1973 wurde er nach drei langwierigen Verfahren nicht für Beihilfe zum Mord verurteilt, sondern nur für Unterlassung der Verpflegung während der Deportationen. Er erhielt sieben Jahre Haft. Nach einer Begnadigung durch den Bundespräsidenten wurde er vorzeitig entlassen. 

 

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