„Weil die ja nie zufrieden sind“ – 50 Jahre Volksgruppengesetz
Vortrag und Gespräch
Datum: Dienstag, 27. Oktober 2026
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: Haus der Geschichte Österreich
Anmeldung ist erforderlich
Die Initiative Minderheiten und das Haus der Geschichte Österreich laden ein zu einer Veranstaltung anlässlich des 50. Jubiläums der Unterzeichnung des Volksgruppengesetzes am 7. Juli 1976. Bis heute bildet es gemeinsam mit Artikel 7 des Staatsvertrags die rechtliche Grundlage für die österreichischen Volksgruppen. Demnach sind die kroatische, slowakische, slowenische, tschechische und ungarische Minderheit sowie seit 1993 die Volksgruppe der Rom*nja in Österreich offiziell anerkannt.
Die Veranstaltung diskutiert die Entstehungsgeschichte des Volksgruppengesetzes, zeigt, wie rechtliche Regelungen zu Sprache, Topografie und Förderung entstanden sind und thematisiert den langwierigen Kampf der Rom*nja um offizielle Anerkennung als Volksgruppe, um die die Jenischen sich aktuell engagieren.
Vor dem Hintergrund jüngster Entwicklungen – wie der Polizeimaßnahme am Gedenkort Peršmanhof, der Beschmierungen von zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten/Koroška und im Burgenland/Gradišće/Őrvidék, sowie der aktuellen Novellierung des Gesetzes im Juli 2026, werden historische Perspektiven mit gegenwärtigen Debatten verbunden. Dabei wird die Frage aufgeworfen, wie eine moderne und zukunftsorientierte Volksgruppenpolitik aussehen könnte.
Begrüßung:
Monika Sommer | Gründungsdirektorin, Haus der Geschichte Österreich (hdgö)
Cornelia Kogoj | Geschäftsführerin, Initiative Minderheiten
Eröffnung:
Eva-Maria Holzleitner | Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Zum Projekt „Weil die ja nie zufrieden sind“:
Laura Darvas, Ana Grilc und Lydia Novak
Keynote:
Ilse Reiter-Zatloukal | Professorin am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte, Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien
Statements von Volksgruppenvertreter*innen:
„Was braucht es für eine zeitgemäße Volksgruppenpolitik?“
Tereza Grandits | Hrvatske Novine
Mirjam Karoly | Romano Centro
Richard Basler | Kulturklub der Tschechen und Slowaken in Österreich
Simone Schönett | Schriftstellerin und jenische Aktivistin
Rudi Vouk | Jurist
n.n.| Zentralverband Ungarischer Vereine und Organisationen in Österreich
Moderation:
Jessica Beer | Mitglied des Vorstands, Initiative Minderheiten
Die Veranstaltung ist der Auftakt einer gleichnamigen Ausstellung, die ab 20. November im Museum Niederösterreich – Haus der Geschichte, St. Pölten, gezeigt wird.
Informationen zur Veranstaltung
- Die Veranstaltung dauert ca. 90 Minuten ohne Pause.
- Die Beiträge sind in deutscher Lautsprache.
- Für das Publikum stehen Sitzplätze zur Verfügung. Die Stühle haben keine Armlehnen.
- Bei der Anmeldung können Sie angeben, ob Sie mit Rollstuhl kommen.
- Das hdgö ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen (U2, U3, Straßenbahn 1, 2, D, 71 und Bus-Linie 57A).
Bei allen Fragen erreichen Sie uns unter office@hdgoe.at oder +43 1 534 10 – 805.
Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmen Sie Foto-, Ton- und Filmaufnahmen und der Veröffentlichung zu.
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