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Marianna Mendt, singend auf der Bühne. Der einfache Hintergrund besteht aus großen geometrischen Formen. Sie trägt ein weißes, an einen Mantel erinnerndes Kleid und Stiefel.
Foto: Fritz Kern / ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung

1971: Marianne Mendt singt über „Musik“

Rückkehr zum Song Contest

Österreich nahm 1969 nicht am Gran Premio de la Canción de Eurovisión im faschistischen Spanien teil. Begründet wurde die Entscheidung mit einem angeblichen Mangel an geeigneten Künstler*innen und Liedern. Nachdem der Bewerb in Madrid in einem Reglementchaos mit vier punktegleichen Sängerinnen auf Platz 1 endete, setzte Österreich auch 1970 aus und war damit nicht allein – nur 12 Länder schickten Beiträge nach Amsterdam. 

 

Mit Marianne Mendt kehrte der ORF 1971 zum Song Contest zurück. In dem auf wienerisch vorgetragenen Liedtext geht es um die gesellschaftliche Bedeutung von Musik: Sie werde verkauft, als etwas, dass sie nicht ist und könnte so viel mehr sein – nämlich Sprache von Fantasie und Freiheit. Plakativere Kritik an der Musikindustrie – gesungen auf Englisch und Hochdeutsch – übten 1977 die Schmetterlinge mit „Boom Boom Boomerang“.

 

„Musik“ eröffnete einer Musikrichtung, die später als Austropop bezeichnet wurde, beim ESC in Dublin zum ersten Mal eine internationale Bühne. Das Lied belegte Platz 16 von insgesamt 18 Beiträgen. Die französische Sängerin Séverine gewann mit „Un banc, un arbre, une rue“ für Monaco. 

 

Jahr
1971
Autor*innen