NS-Aktivistin im Verborgenen. Fokus auf einen Nachlass
Eröffnung, Impulsvortrag und Diskussion
Datum: Dienstag, 28. April 2026
Zeit: 18.30 Uhr
Ort: Haus der Geschichte Österreich
Anmeldung ist erforderlich
Das öffentliche Bild des Nationalsozialismus prägten lange Zeit männliche NS-Funktionäre und der vom NS-Regime inszenierte „Führerkult“. Der Aktivismus von Frauen für den Nationalsozialismus wird hingegen bis heute häufig verschwiegen oder verharmlost. Tatsächlich engagierten sich Nationalsozialistinnen auf vielfältige Weise vor und auch nach dem Verbot der Partei ab 1933 in Österreich.
Das Haus der Geschichte Österreich rückt dieses Thema in seiner neuen Foyer-Ausstellung „NS-Aktivistin im Verborgenen“ in den Fokus. Ausgehend vom Nachlass der Tirolerin Paula Lang (1906–1991) wird dabei der Blick auf ihre unterschiedlichen Strategien der politischen Betätigung vor 1938 gerichtet.
In ihrem Impulsvortrag macht die Historikerin Heidrun Zettelbauer greifbar, wie unterschiedlich gelagert die sozialen Hintergründe und Motive sein konnten, die Frauen dazu bewogen, sich in deutschnational-völkischen und nationalsozialistischen Kontexten zu engagieren. Anhand biographischer Beispiele thematisiert sie, wie sich einzelne Akteurinnen zu rechtsextremen Ideologien in Beziehung setzten und diese zugleich selbst mitgestalteten.
Im Anschluss bettet eine Diskussion die Biografie von Paula Lang aus der Ausstellung in diesen breiteren Rahmen ein und lädt zur gemeinsamen Vertiefung ein.
Begrüßung
Monika Sommer | Gründungsdirektorin, Haus der Geschichte Österreich (hdgö)
Impulsvortrag
Heidrun Zettelbauer | Professorin für Kultur- und Geschlechtergeschichte, Universität Graz
Diskussion
Mara Metzmacher | Mitarbeiterin Public History Team, Kuratorin der Ausstellung, hdgö
Heidrun Zettelbauer | Professorin für Kultur- und Geschlechtergeschichte, Universität Graz
Moderation
Stefan Benedik | Teamleitung Public History, hdgö
Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmen Sie Foto-, Ton- und Filmaufnahmen und der Veröffentlichung zu.
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