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Forschungsprojekt ACONTRA
Wie stellte das Nachkriegsradio Vorstellungen von Zeitlichkeit und Nation her?

ACONTRA ist ein Kooperationsprojekt der Universität für Musik und Darstellende Kunst, der Universität Wien und des Hauses der Geschichte Österreich. Es beschäftigt sich mit der Rolle des Massenmediums Radio im Prozess der Konstruktion von Nationalbewusstsein in den Anfangsjahren der Zweiten Republik. Dabei wird anhand der auditiven Quellen von österreichischen Rundfunkeinrichtungen analysiert, wie Imaginationen und Projektionen der Vergangenheit und Zukunft des Landes affektiv über die klangliche Ebene vermittelt werden, und wie das Medium zur Strukturierung einer neuen, „nationalen“ Zeitlichkeit beiträgt. Wichtige Schwerpunkte liegen etwa auf der Untersuchung des Verhältnisses zur offiziell tabuisierten, aber implizit präsenten NS-Vergangenheit, oder Österreichs „westlicher“ Verortung im sich anbahnenden Kalten Krieg. 

 

In enger Zusammenarbeit zwischen Forscher*innen und Kurator*innen werden Analyseergebnisse und ausgewählte Quellen einer breiten Öffentlichkeit im Haus der Geschichte Österreich präsentiert. Geplant ist eine physische Ausstellung am Alma Rosé-Plateau in der Neuen Burg am Wiener Heldenplatz sowie eine Web-Ausstellung, die beide im Herbst 2024 anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Radio in Österreich eröffnet werden.

Über das Projekt

Für das untersuchte Material ist charakteristisch, dass die Radiosender der frühen Zweiten Republik zwar offiziell unter alliierter Verwaltung standen, sie aber zahlreiche österreichische Akteur*innen beschäftigten. Der ‘Kampf’ um die ideologische Einflussnahme auf das zu dieser Zeit bedeutendste Massenmedium ist von der zeithistorischen Forschung gut aufgearbeitet. Umfassende Analysen der Programminhalte liegen bisher aber kaum vor. Das liegt zunächst daran, dass die Primärquellen gar nicht oder nur sehr schlecht erschlossen waren. Erst in den 1990ern ist die Österreichische Mediathek über einen Nachlass an 215 Originalbänder des ‘amerikanischen’ Senders Rot-Weiß-Rot gekommen, die auch großteils digitalisiert wurden. Im Rahmen der Digitalisierung des ORF Archivs sind außerdem 600 Bänder der russisch kontrollierten RAVAG verfügbar geworden, und weitere 100 Einzelbeiträge finden sich im DokuFunk-Archiv. Die Bestände des ORF Archivs und der Österreichischen Mediathek wurden 2016 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.  

 

Jedoch sind diese Bestände höchst fragmentiert und strukturell wie inhaltlich so divers, dass eine Bearbeitbarkeit erst hergestellt werden muss. Mithilfe der im Projekt Telling Sounds entwickelten Annotations-Software LAMA (Linking Annotations for Media Analysis) werden nun anhand einer Linked Open Data und Semantic Web Strategie auf produktionstechnischer wie inhaltlicher Ebene Bezüge zwischen den Dokumenten hergestellt. Das ermöglicht die Aufbereitung des Materials für detaillierte Analysen in Hinblick auf die umrissenen Fragestellungen. Die Quellen, und die neu generierten standardisierten Metadaten, werden aber durch unsere Erschließung und die Verknüpfung mit Authority Files auch für künftige Forschungen produktiv gemacht.  

 

Schließlich werden in enger Zusammenarbeit zwischen Forscher*innen und Kurator*innen Analyseergebnisse und ausgewählte Quellen einer breiten Öffentlichkeit im Haus der Geschichte Österreich präsentiert. Geplant ist eine physische Ausstellung am Almá Rose-Plateau in der Neuen Burg am Wiener Heldenplatz sowie eine digitale Ausstellung, die beide Ende 2023 zum Auftakt des Jubiläums zu 100 Jahre Radio in Österreich eröffnet werden.  

Projektteam

Julia Jaklin ist unsere Projekt-Technikerin und arbeitet am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (mdw). 2022 hat sie den Master in Musikwissenschaft an der Universität Wien mit der Masterarbeit Frauen(stimmen) im Radio abgeschlossen, außerdem studiert sie Informatik (Bachelor Software & Information Engineering) an der Technischen Universität Wien. Von 2018 bis 2021 war Julia Jaklin Mitarbeiterin im Forschungsprojekt Telling Sounds. Das im Rahmen dieses Projektes von Peter Provaznik, gemeinsam mit Julia Jaklin, entwickelte Forschungstool LAMA (Linked Annotations for Audiovisual Media) wird nun im Projekt ACONTRA weiterentwickelt. 

 

Stefan Benedik ist einer der drei Projektleiter_innen und arbeitet am Haus der Geschichte Österreich. Er arbeitet dort seit Juni 2017 und leitet das Team Public History (Kuratieren, Sammeln, Konservieren). Er studierte Geschichte und Kulturanthropologie in Graz und Prag, und ist bzw. war in universitärer Forschung und/oder Lehre in Graz, Toronto und Budapest tätig. Er war Träger von Stipendien der ÖAW (DOC-Team) und der Steierm. Sparkasse (Jungforscherpreis). 2016 leitete er das Organisationsteam des Österreichischen Zeitgeschichtetags, 2010 war er Koordinator des Doktoratsprogramms „Interdisziplinäre Geschlechterstudien“ an der Uni Graz, seit Juni 2015 arbeitet er an der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften mit. 

 

Elias Berner ist einer der drei Projektleiter_innen und arbeitet am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (mdw). Für das Jahr 2022 wurde ihm das Post-Doc-Track Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften verliehen. Elias Berner ist regelmäßig Lehrbeauftragter am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien. 2021 wurde er dort mit der Arbeit Gedächtnis, Trost, Provokation: Musik in Filmen über die Shoah promoviert. Mit diesem Projekt war er 2015–2017 Junior Fellow des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften. Von 2017–2021 war er Mitarbeiter des Digital Humanities Projekts Telling Sounds an der MDW. 

 

Birgit Haberpeuntner ist eine der drei Projektleiter_innen und arbeitet am Institut für Theater,- Film- und Medienwissenschaft (tfm) an der Universität Wien. Davor arbeitete Dr. Haberpeuntner als freie Übersetzerin und Praedoc-Assistentin am tfm-Institut, wo sie zur Rezeption Walter Benjamins in aktuellen (v.a. postkolonialen) Kulturtheorien promovierte. Von 2015–2017 war sie als Junior Fellow des Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien, Berlin und Montréal. Davor studierte sie Anglistik/Amerikanistik und Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien, Montréal und New York. 

Events und Publikationen

Vergangene:

Projektpräsentation im Medienhistorischen Forum der Universität Potsdam, 10. November 2022, via Zoom; Dokumentation hier: https://rundfunkundgeschichte.de/vielfalt-im-kleinen-bericht-vom-medienhistorischen-forum-2022/ und via https://twitter.com/naKOGE_ 

 

Projektpräsentation im Rahmen des Forschungs-Tags am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft (Uni Wien), 13. Jänner 2023 

 

Kommende:  

Offener Workshop des Studienkreises Rundfunk und Geschichte, sowie Vernetzung mit dem Deutschen Rundfunkarchiv in Potsdam, 17. Februar 2023, Universität Potsdam 

Kontakt

Julia Jaklin 
Universität für Musik und Darstellende Kunst 
Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) 
Lothringerstraße 18
1030 Wien 
jaklin@mdw.ac.at 

 

Elias Berner 
Universität für Musik und Darstellende Kunst 
Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) 
Lothringerstraße 18 
1030 Wien 
berner-e@mdw.ac.at 

 

Stefan Benedik 
Haus der Geschichte Österreich 
Public History 
Neue Burg, Heldenplatz, Wien 
+ 43 1534 10 - 803 
stefan.benedik@hdgoe.at 

 

Birgit Haberpeuntner 
Universität Wien 
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft 
Josef-Holaubek-Platz 2 (UZA II) 
1090 Wien, Raum 2H555 
birgit.haberpeuntner@univie.ac.at