Helene Hintersteiner (1909–1990)
Leitende Sekretärin in der Tötungsanstalt Hartheim
Helene Hintersteiner wurde im Frühjahr 1940 für eine „gut bezahlte Stellung bei der Gauleitung“ angeworben. Kurze Zeit später trat die NSDAP-Anhängerin ihren Dienst als Angestellte und später Leiterin des Büros der Tötungsanstalt Hartheim an. Wie viele andere – meist weibliche – Schreibkräfte half sie fortan dabei, den Massenmord zu organisieren und zu vertuschen. 1940–41 wurden Menschen mit Behinderungen oder psychischen Krankheiten in der Gaskammer getötet, danach KZ Häftlinge. Nachdem 1944 die Spuren der Verbrechen verwischt wurden und der Stab abzog, blieb Hintersteiner im Schloss Hartheim und war bis Juni 1945 Leiterin des zur Tarnung neu gegründeten Kinderheims.
In der Zweiten Republik sprachen sie die österreichischen Gerichte in einem Verfahren frei.