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Entdecken Sie Stimmen, die die Bedeutung des Haus der Geschichte Österreich in den Mittelpunkt stellen.

Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft teilen hier inspirierende Gedanken darüber, warum ein zeitgeschichtliches Museum für Österreich unverzichtbar ist – als Ort des Lernens, der Auseinandersetzung und des gemeinsamen Erinnerns.  Von der Verantwortung gegenüber der Vergangenheit bis zur Orientierung für die Zukunft.

 


Fade Testimonials

„An der Vergangenheit können wir nichts mehr ändern. An der Zukunft schon.“

Dr. Heinz Fischer

Bundespräsident a.D.

„Ein solches Haus ist heute wichtiger denn je, wo die österreichische Geschichte zum Spielball interner Parteipolitik zu werden droht.“

Prof. Dr. Aleida Assmann

Kulturwissenschaftlerin

„Wir brauchen ein Haus der Geschichte, weil die Demokratie kein Himmelsgeschenk ist.“

Karl-Markus Gauß

Schriftsteller

„Großen Künstlern gelingt es, der Resignation zu widersprechen.“

Xenia Hausner

Künstlerin

„Das Haus der Geschichte wird uns erleichtern, das Heute und Morgen zu begreifen.“

Dr. Michael Ludwig

Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien

„Ich glaube zutiefst an ein lernendes Wissen: Woher komme ich? Wohin gehe ich?“

Petra Morzé

Schauspielerin

„Der größte Feind liegt schließlich im Vergessen – diesem kann das Haus der Geschichte effektiv entgegenwirken.“

Gery Keszler

ehem. Life Ball CEO und Obmann AIDS LIFE

„Nicht die ganze Bevölkerung aber war am Heldenplatz, meine Eltern und ich selbst (Jahrgang 1932) jedenfalls nicht.“

— Univ. Prof. Dr. Ludwig Adamovich, Präsident des Verfassungsgerichtshofes 1984–2002, Zeitzeuge


Ich begrüße sehr die Gründung des Hauses der Geschichte. Besonders wichtig scheint mir, dass zwar der Schwerpunkt auf die Zeit von 1918 bis in die Gegenwart gelegt werden soll, aber unter Berücksichtigung der Zeit ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der ambivalente und vielfach missbrauchte Begriff „Nation“ lässt sich nicht ohne einen solchen Rückgriff fassen, denn er spielte schon im revolutionären Geschehen des Jahres 1848 und in der folgenden politischen Entwicklung eine wesentliche Rolle.

Bei der unerfreulichen Diskussion über Österreich als behauptetem erstem Opfer des Nationalsozialismus wird folgendes zu bedenken sein: Einerseits war der Staat Österreich noch vor der Erlassung des „Anschlussgesetzes“ Ziel einer militärischen Aggression der deutschen Wehrmacht.

Anderseits hat ein heute nicht mehr quantifizierbarer, aber sicher sehr großer Teil der Bevölkerung diesen Vorgang lebhaft begrüßt. Nicht die ganze Bevölkerung aber war am Heldenplatz, meine Eltern und ich selbst (Jahrgang 1932) jedenfalls nicht.
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„Für ganz entscheidend halte ich die Auseinandersetzung mit der Entstehung und Entwicklung der Demokratie.“

— Renate Anderl, Präsidentin der AK Wien und der Bundesarbeitskammer


„Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler“, konstatierte die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Damit aber genau das nicht geschieht, sondern es die Möglichkeit gibt, aus unserer Vergangenheit zu lernen, wurde das „Haus der Geschichte“ ins Leben gerufen. Hier sollen – ausgehend von der Gründung der demokratischen Republik 1918 – gesellschaftliche und politische Veränderungen thematisiert werden.

Für ganz entscheidend halte ich die Auseinandersetzung mit der Entstehung und Entwicklung der Demokratie. Das 20. Jahrhundert war geprägt von Umbrüchen und zwei Weltkriegen, die gezeigt haben, dass die Demokratie weder selbstverständlich noch unverrückbar ist, sondern hart erkämpft wurde – und auch heute immer wieder aufs Neue verteidigt werden muss. Die Umsetzung eines modernen Konzeptes zur Wissensvermittlung, halte ich für einen ganz wesentlichen Bestandteil politischer Bildung.

Ich freue mich schon sehr auf dieses wichtige zeitgeschichtliche Projekt und bin davon überzeugt, dass sich das Haus der Geschichte über einen regelrechten Besucher*innenansturm freuen wird.
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„Um die Gegenwart zu begreifen und die Zukunft wirkungsvoll gestalten zu können, muss man über die Vergangenheit Bescheid wissen. Ein Haus über die wechselvolle Geschichte unseres Landes, das Verständnis und Bewusstsein über deren Verlauf vermittelt, ist dafür ein wichtiger Beitrag.“

— Dr. Hannes Androsch, ehem. Bundesminister für Finanzen und Vizekanzler, Ehrensenator des Senats der Wirtschaft

„Es besteht jetzt die einmalige Chance, diesen historischen Ort, der bisher verschlossen und stumm geblieben ist, zu „besetzen“ und zu einem offenen Forum des Lernens, des Entdeckens, der Auseinandersetzung und der Selbstthematisierung aller Generationen, Bundesländer und Parteien zu machen.“

— Prof. Dr. Dr. h. c. Aleida Assmann, Kulturwissenschaftlerin, Preisträgerin Friedenspreis des Deutschen Buchhandels


Mit seinem geplanten Standort in der Neuen Burg, in den Räumen der Österreichischen Nationalbibliothek, füllt das HGÖ eine Lücke und verändert die symbolische Topographie der Stadt Wien. Das symbolische Zentrum des Heldenplatzes wird bislang von der Museumsachse dominiert. Die Touristengruppen von der Innenstadt kommend werden in die Wiener Hofburg durch die Hofreitschule und das Sissi-Museum geleitet und gelangen von dort weiter geradeaus in die Museumsmeile.

Diese Achse wird in Zukunft durch eine Geschichtsachse gekreuzt, die die neue Hofburg aus ihrer optischen Randständigkeit herausholt, und über den historisch wichtigen Balkon in Beziehung setzt zu den Landmarks aktueller Politik wie Parlament, Rathaus und Regierungssitz. Damit wird dem Heldenplatz eine geschichtliche und politische Dimension zurückgegeben. Die Bewohner der Stadt sowie die Touristen haben Gelegenheit, sich nicht nur an beliebten Mythen, Traditionen und Folklore zu erfreuen, sondern können sich nun auch über die Geschichte des Landes informieren und mit aktuellen Themen auseinandersetzen.

Es besteht jetzt die einmalige Chance, diesen historischen Ort, der bisher verschlossen und stumm geblieben ist, zu „besetzen“ und zu einem offenen Forum des Lernens, des Entdeckens, der Auseinandersetzung und der Selbstthematisierung aller Generationen, Bundesländer und Parteien zu machen. Das HGÖ könnte damit eine lange Phase der Geschichtsapathie überwinden. Ein solches Haus ist heute wichtiger denn je, wo die österreichische Geschichte zum Spielball interner Parteipolitik zu werden droht.
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„Ich begrüße das Haus der Geschichte und sehe es als einen lebendigen Ort der Begegnung (..)“

— Karin Bergmann , ehem. Direktorin des Wiener Burgtheaters


Geschichte wird in Museen meistens mit Hilfe von Objekten erzählt. Ich begrüße das Haus der Geschichte und sehe es als einen lebendigen Ort der Begegnung, an dem historische, gesellschaftliche und kulturelle Identität aus der Kraft der Gegenwart und aus verschiedenen Perspektiven öffentlich diskutiert wird. Ein Diskurs über die geschichtlichen Prozesse, die Menschen in Österreich nachhaltig geprägt haben, könnte neue, aufschlussreiche Impulse für die Zukunft bringen.
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„Wir müssen die Vergangenheit kennen, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft konstruktiv gestalten zu können. Dazu braucht es einen Ort, an dem Geschichte kritisch diskutiert und wissenschaftlich fundiert beleuchtet wird.“

— Karl Blecha , Bundesminister a.D., ehem. Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), ehem. Präsident des Österreichischen Seniorenrates (ÖSR)


„Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.“ Weise Worte, vor langer Zeit gesprochen von der unvergleichlichen Ingeborg Bachmann. Worte, die die Relevanz des Hauses der Geschichte nicht treffender auf den Punkt bringen könnten. Wir müssen die Vergangenheit kennen, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft konstruktiv gestalten zu können. Dazu braucht es einen Ort, an dem Geschichte kritisch diskutiert und wissenschaftlich fundiert beleuchtet wird. Das neue Haus der Geschichte soll das Zentrum dieses Diskurses sein. Ein Ort, an dem die ideologischen Scheuklappen fallen und eine offene, sachliche und kritische Auseinandersetzung mit allen Facetten der Geschichte unseres Landes – den hellen, aber auch den dunklen Kapiteln – erfolgen kann.
Das Haus der Geschichte wird ein Ort der Begegnung sein, ein „Tauschforum“ für Ideen und Zukunftsvisionen, ein Dialogzentrum, wo nach Antworten auf die großen gesellschaftspolitischen Fragen der Gegenwart und Zukunft gesucht wird. Es soll aber auch Jugendlichen, Kindern und kommenden Generationen die Geschichte Österreichs vermitteln. Vergangenes darf nicht vergessen werden, scheinbare historische „Fakten“ müssen immer wieder einer wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen werden, damit sich die tatsächliche Wahrheit irgendwann offenbart. Das Haus der Geschichte soll seine Besucherinnen und Besucher animieren, noch aufmerksamer und kritischer zu werden. Die Auseinandersetzung mit dem Vergangenen soll mithelfen, die richtigen Lehren für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen.
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„Gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaft mit Emotionen und Radikalismen konfrontiert ist, soll eine solche Institution ein wesentliches Merkmal für die politische Kultur sein, eine Mahnung für neue Wege eines österreichischen Selbstverständnisses.“

— Dr. Brigitte Bierlein (1949-2024) , Bundeskanzlerin a.D., ehem. Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes


Es ist mehr als wertvoll, dass Österreich in einem „Haus der Geschichte“ seine jüngere historische Entwicklung, seine spezifischen, durch Diskontinuität oder Kontinuität geprägten Charakteristika wissenschaftlich und dennoch verständlich darstellt.
Das „Haus der Geschichte“ soll aber keinesfalls nur Symbol des Rückblicks und der Rückbesinnung sein, sondern darüber hinaus Impulse für den demokratischen Diskurs setzen und vor allem der jungen Generation Mut geben, die Zukunft Österreichs zu gestalten, indem grundsätzliche Perspektiven sichtbar gemacht werden, die für die künftige Entwicklung Österreichs in Europa und in der Welt von Bedeutung sind. Gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaft mit Emotionen und Radikalismen konfrontiert ist, soll eine solche Institution ein wesentliches Merkmal für die politische Kultur sein, eine Mahnung für neue Wege eines österreichischen Selbstverständnisses. Bei der Gestaltung des innovativen Hauses sollte auch die Stimme der Zivilgesellschaft Berücksichtigung finden, soll es doch eine Einrichtung werden, die das Bewusstsein aller für demokratische Werte in Österreich stärkt.
Möge die Umsetzung des Projekts, das bei Professor Rathkolb und seinem Team in hervorragenden Händen liegt, unter Einbindung der Österreichischen Nationalbibliothek bestens gelingen!
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„Das ‚Haus der Geschichte‘ in Wien wird sich damit auseinandersetzen, jedoch kann seine Lokalisierung in der spätgründerzeitlichen Neuen Burg an einem geschichtssymbolisch massiv aufgeladenen imperialen Ort eine riskante Vorgabe darstellen.“

— Em. O. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Botz , Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien


Seit den 1990er Jahren hat sich weithin eine verstärkte Konjunktur von Musealisierung und Gedenken zu manifestieren begonnen. Darin mag man ein Brüchig-Werden von alten Selbstverständnissen auf nationalen und übernationalen Ebenen, Versuche zu einer weiteren europäischen „Integration“ oder Manifestierungen neuer Nationalismen erkennen. Das „Haus der Geschichte“ in Wien wird sich damit auseinandersetzen, jedoch kann seine Lokalisierung in der spätgründerzeitlichen Neuen Burg an einem geschichtssymbolisch massiv aufgeladenen imperialen Ort eine riskante Vorgabe darstellen.
Dagegen bietet es sich an, auf mittlerer Sicht einen den neuen „Inhalten“ des Museums gerechter werdenden Neubau auf dem noch freien Platz südwestlich des Äußeren Burgtors („Heldentors“) zu errichten und den von Klischees der Diktaturen des 20. Jahrhunderts belasteten „Heldenplatz“ in „PLATZ DER REPUBLIK“ umzubenennen.
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„Die hellen und die dunklen Seiten der österreichischen Geschichte aufzuzeigen, muss die Funktion eines solchen Hauses sein. Nur wer weiß, woher er kommt, kann wissen und entscheiden, wohin die Zukunft führt.“

— Trautl Brandstaller (1939-2024) , Journalistin, Schriftstellerin und Fernsehredakteurin


In Zeiten der Globalisierung wäre es ein Fehler anzunehmen, dass sich historische, politische und kulturelle Traditionen nationalstaatlicher Art generell auflösen. Das Gegenteil ist notwendig: Weltoffenheit geht nur Hand in Hand mit nationaler Selbstvergewisserung.
Deshalb braucht Österreich heute mehr denn je und mehr denn manches andere Land ein Haus der Geschichte. Denn die Geschichte Österreichs weist mehr Brüche und Widersprüche auf als manches andere europäische Land, sie ist aber auch tiefer als die Geschichte anderer Länder am Entstehungs- und Entwicklungsprozess Europas beteiligt.
Die hellen und die dunklen Seiten der österreichischen Geschichte aufzuzeigen, muss die Funktion eines solchen Hauses sein. Nur wer weiß, woher er kommt, kann wissen und entscheiden, wohin die Zukunft führt.
Deshalb muss ein Haus der Geschichte notwendigerweise ein Forum der Diskussion und des Dialogs sein und damit zur Weiterentwicklung der Demokratie beitragen.
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„Das genaue und selbstkritische Aufarbeiten der eigenen Geschichte wird vom sogenannten ‚Rest der Welt‘ als durchaus mutig und ehrlich gewertet.“

— Prof. Arik Brauer (1929-2021) , Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Sänger und Dichter


Das Aufarbeiten der eigenen Geschichte mit all ihren Irrwegen und Verbrechen wird oft als „Nestbeschmutzung“ und Beschädigung der nationalen Würde empfunden. Es ist jedoch ein Irrtum zu glauben, dass unter dem Teppich gekehrte Ereignisse einfach verschwinden und vergessen werden können. Die Nationen kennen besonders gut alle negativen Taten der Nachbarvölker, geben dieses Wissen von Generation zu Generation weiter und weisen bei jeder passenden oder auch unpassenden Gelegenheit darauf hin. Das genaue und selbstkritische Aufarbeiten der eigenen Geschichte wird vom sogenannten „Rest der Welt“ als durchaus mutig und ehrlich gewertet. Eine gute und aktive Darstellung im Rahmen eines „Hauses der Geschichte“ wird uns nicht schaden, sondern internationale Hochachtung einbringen und auch beispielgebend wirken.
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„Österreichs Umgang mit seiner Geschichte war weithin geprägt von Verdrängen oder Verklären. Aber Vergangenheit ist nie abgeschlossen.“

— Hon.-Prof. Dr. Michael Bünker , Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, Vorsitzender des Evangelischen Oberkirchenrates A.u.H.B. in Österreich


Das „Haus der Geschichte“ wird dringend gebraucht. Österreichs Umgang mit seiner Geschichte war weithin geprägt von Verdrängen oder Verklären. Aber Vergangenheit ist nie abgeschlossen. Diese Einsicht hält die jüdische und christliche Tradition lebendig, in der „Erinnern“ und „Gedenken“ zentrale Anliegen sind. Keine rückwärtsgewandte Vergangenheitsverklärung oder museale Vergangenheitsentsorgung, sondern ein kritisches Sichten des Weges, immer neue Ausrichtung in den Herausforderungen der Gegenwart und Orientierung für die Zukunft. Das braucht die Gesellschaft als Ganze, insbesondere unter den heutigen Bedingungen der Globalisierung und Pluralisierung. Daher freut es mich, dass das „Haus der Geschichte“ realisiert wird. Es wird an einem bedeutungsvollen Ort ein Museum sein, das wissenschaftlichen Standards entspricht, und zugleich mehr als das. Nämlich ein Diskussionsforum, wo historische Fragestellungen ebenso Platz haben wie die Herausforderungen der Gegenwart. Damit leistet das „Haus der Geschichte“ einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung Österreichs und seiner demokratischen Werte.
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„So sehr ich die Beteiligung der Österreichischen Nationalbibliothek begrüße, wäre es dennoch zweckmäßig, ein eigenes Gebäude zu schaffen.“

— Dr. Erhard Busek (1934-2022) , Vorstandsvorsitzender des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa


Allein schon die lange Diskussion über das „Haus der Geschichte Österreich“ macht es notwendig, bald zu einem Ende zu kommen. Es ist zweifellos auch notwendig, eine solche kulturpolitische Aktivität zu setzen, denn Österreich hat in Wien außer dem Museumsquartier in der Zweiten Republik eigentlich keine nennenswerte institutionelle Aktivität im Bereich der Kulturpolitik gesetzt.
So sehr ich die Beteiligung der Österreichischen Nationalbibliothek begrüße, wäre es dennoch zweckmäßig, ein eigenes Gebäude zu schaffen. Seit langer Zeit gibt es den Gedanken, das auf der Donauplatte zu tun, die seinerzeit für die Weltausstellung Wien-Budapest geschaffen wurde. Ich fürchte, dass das Ambiente der Hofburg eigentlich nicht geeignet ist und vor allem auch rein atmosphärisch keine moderne Perspektive eröffnet. Es wäre allerdings zweckmäßig, das besonders in den Vordergrund zu stellen, denn ein solches Haus der Geschichte muss der Zukunft dienen.
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„Ja, wir brauchen ein Haus der Geschichte. Eine Gesellschaft und insbesondere die österreichische mit ihrer gemischten Zusammensetzung und ihrer von vielerlei Brüchen gekennzeichneten Geschichte muss sich die Frage stellen: Wer sind wir? Woher kommen wir? Wie sind wir geworden, was wir sind? – darauf kann und soll ein Haus der Geschichte eine differenzierte und einleuchtende Antwort geben.“

— Barbara Coudenhove-Kalergi , Journalistin

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„Die Idee des „Haus der Geschichte Österreich“ soll eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte Österreichs, mit Schwerpunkt ab 1918, gerade am geschichtsträchtigen Ort des Heldenplatzes ermöglichen. Zu lange ist über manche Jahre dieser Periode geschwiegen worden. Dies sollte auch Anlass zu einer umfassenden Neugestaltung der Gedenkstätten an diesem Ort sein, die auch dem heutigen gesellschaftlichen Verständnis entspricht. Nicht umsonst feiern wir erst seit wenigen Jahren dort den 8. Mai als „Tag der Freude“, als Tag der endgültigen Niederlage des Nationalsozialismus.“

— Oskar Deutsch , Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien

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„Das Haus der Geschichte Österreich [soll] ‚auch ein aktives und offenes Diskussionsforum für zeithistorische Fragestellungen und Themen der Gegenwartsgeschichte sein und ist zu einer objektiven wissenschaftlichen Darstellung geschichtlicher Entwicklungen und Ereignisse verpflichtet.‘“

— Dr. Peter Diem , Medienwissenschaftler


Nach dem Willen des Gesetzgebers soll das Haus der Geschichte Österreich „auch ein aktives und offenes Diskussionsforum für zeithistorische Fragestellungen und Themen der Gegenwartsgeschichte sein und ist zu einer objektiven wissenschaftlichen Darstellung geschichtlicher Entwicklungen und Ereignisse verpflichtet.“
Zum Grundsätzlichen haben Kolleginnen und Kollegen schon sehr viel Richtiges und Wichtiges gesagt. Ich möchte das nicht wiederholen. Vielmehr hätte ich gerne ein paar praktische Anmerkungen gemacht:
Neben dem sozialpartnerschaftlich konstruierten Publikumsforum sollte möglichst bald ein privater Verein „Freunde des Hauses der Geschichte Österreich“ unter Mitwirkung prominenter Wirtschaftsreibender gegründet werden. Derartige Vereine haben sich bei anderen Kulturinstitutionen sehr bewährt.
Ich halte es für unabdingbar, zumindest einen kleinen Kinosaal/Videoraum einzurichten, denn erstens gibt es kein besseres Anschauungsmaterial als die vielen Filmdokumentationen seit Beginn des 20. Jahrhunderts, und zweitens wollen sich die Besucher auch einmal ein wenig hinsetzen.
Des Weiteren muss es auch ein Lernforum wie im NS-Dokumentationszentrum München mit einer Austriaca-Freihandbibliothek geben. Diese Bibliothek kann durch Bücherspenden seitens der Vereinsmitglieder ohne Mühe eingerichtet und durch Freiwillige administriert werden. Dagegen möge bitte nicht eingewendet werden, dass es „eh daneben die Nationalbibliothek gibt“.
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„Zwischen Weltmuseum Wien und Haus der Geschichte sehe ich viele inhaltliche Überschneidungen. Und damit ein großes Potential für zukünftige Kooperationen. Uns beiden geht es um ein besseres Verständnis unserer Geschichte und unserer Kultur.

— Dr. Steven Engelsman , ehem. Direktor Weltmuseum Wien


Zwischen Weltmuseum Wien und Haus der Geschichte sehe ich viele inhaltliche Überschneidungen. Und damit ein großes Potential für zukünftige Kooperationen. Uns beiden geht es um ein besseres Verständnis unserer Geschichte und unserer Kultur.
Was aber bedeutet „unser“, in einer Metropole wo 40% der Einwohner einen Migrationshintergrund haben, nicht hier geboren sind, hier für kurze oder längere Zeit sich angesiedelt haben? Da gehört zu unserer Geschichte auch die Geschichte von Österreichs Beziehungen zur ganzen weiten Welt. Und gehören zu unserer Kultur auch die Kulturen, die in den Sammlungen des Weltmuseums Wien dokumentiert und vertreten sind. Das haben wir gemeinsam: es geht uns um Menschen, deren Geschichte und deren Kulturen. In Wien, in Österreich und in der ganzen weiten Welt.
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„Das Haus der Geschichte will es sich zur Aufgabe machen, die österreichische Geschichte kritisch zu beleuchten.“

— O.Univ.-Prof. i.R. Dipl.-Ing. Dr. Dr.h.c. Heinz W. Engl , ehem. Rektor der Universität Wien


Kritisch beleuchten – wissenschaftlich fundiert
Das Haus der Geschichte will es sich zur Aufgabe machen, die österreichische Geschichte kritisch zu beleuchten. Die Universität Wien mit ihrer historisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät, die sich in Forschung und Lehre allen Epochen widmet, freut sich, wenn, auf ihre Expertise in vielfältiger Weise zurückgegriffen wird. Gerade im Zusammenhang mit der internationalen, europäischen Kontextualisierung, ist eine wissenschaftliche Herangehensweise unverzichtbare Grundlage. Die universitäre Schwerpunktsetzung im Bereich der Third-Mission, welche in den nächsten Jahren erfolgen wird, macht es sich insgesamt zum Ziel, Projekte zu realisieren bzw. sich an Projekten zu beteiligen, die die Leistungen der Universität direkt zur Beantwortung von gesellschaftlichen Fragestellungen einbringen. Im Zuge der Umsetzung des Hauses der Geschichte werden Studierende der Geschichtswissenschaften ihre Ideen in das Projekt einbringen können. Dies wird im Laufe der nächsten beiden Studienjahre zur Umsetzung kommen.
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„Das Haus der Geschichte will es sich zur Aufgabe machen, die österreichische Geschichte kritisch zu beleuchten.“

— O.Univ.-Prof. i.R. Dipl.-Ing. Dr. Dr.h.c. Heinz W. Engl , ehem. Rektor der Universität Wien


Kritisch beleuchten – wissenschaftlich fundiert
Das Haus der Geschichte will es sich zur Aufgabe machen, die österreichische Geschichte kritisch zu beleuchten. Die Universität Wien mit ihrer historisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät, die sich in Forschung und Lehre allen Epochen widmet, freut sich, wenn, auf ihre Expertise in vielfältiger Weise zurückgegriffen wird. Gerade im Zusammenhang mit der internationalen, europäischen Kontextualisierung, ist eine wissenschaftliche Herangehensweise unverzichtbare Grundlage. Die universitäre Schwerpunktsetzung im Bereich der Third-Mission, welche in den nächsten Jahren erfolgen wird, macht es sich insgesamt zum Ziel, Projekte zu realisieren bzw. sich an Projekten zu beteiligen, die die Leistungen der Universität direkt zur Beantwortung von gesellschaftlichen Fragestellungen einbringen. Im Zuge der Umsetzung des Hauses der Geschichte werden Studierende der Geschichtswissenschaften ihre Ideen in das Projekt einbringen können. Dies wird im Laufe der nächsten beiden Studienjahre zur Umsetzung kommen.
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„Das ‚Haus der Geschichte Österreich‘, das verankert im Zentrum von Wien seinen Präsentationsort hat, lässt die Vergangenheit zur Gegenwart werden, und bringt die Widersprüche, die Kontroversen, die Errungenschaften der österreichischen Geschichte auf Grund des Forschungsauftrages in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.“

— Prof. Dr. h.c. Valie Export , Medienkünstlerin, Performancekünstlerin, Filmemacherin


Mit dem „Haus der Geschichte Österreich“ wird eine sehr wichtige wissenschaftliche Institution als Spiegel der österreichischen Geschichte aufgebaut.
Für mich ist die Intention dieser Institution wichtig, die prägenden, kulturellen, politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen, die Dialoge, die Kontroversen innerhalb dieser vielfältigen Systembereiche zu analysieren, zu präzisieren und darzustellen, die differenten Identitätsbilder, Identitätsbildungen und -vorstellungen in ihrer Vielfältigkeit zu zeigen, zu erforschen und zu vermitteln.
Das „Haus der Geschichte Österreich“, das verankert im Zentrum von Wien seinen Präsentationsort hat, lässt die Vergangenheit zur Gegenwart werden, und bringt die Widersprüche, die Kontroversen, die Errungenschaften der österreichischen Geschichte auf Grund des Forschungsauftrages in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, um auch Fragen und Antworten herauszufordern, zu provozieren. Das „Haus der Geschichte Österreich“ trägt auch die Verantwortung die österreichische Geschichte im internationalen historischen und kulturellen Kontext zu dokumentieren.
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„An der Vergangenheit können wir nichts mehr ändern. An der Zukunft schon.“

— Dr. Heinz Fischer, Bundespräsident a.D.


Dass die Republik Österreich, die knapp vor ihrem 100. Geburtstag steht, noch kein Haus der Geschichte hat, ist traurig und unerfreulich. Dass die Arbeiten an einer solchen Institution in den letzten Jahren in Angriff genommen und mit Nachdruck vorangetrieben werden, ist vor diesem Hintergrund ein echter Lichtblick. Die Finanzierung eines solchen Vorhabens ist in Zeiten der Sparbudgets keine leichte Aufgabe, aber sie ist lösbar und muss gelöst werden.

Geschichte ist das, was bisher geschah. Und besonders die jüngere Geschichte ist von entscheidender Bedeutung für die Gegenwart und für die nähere Zukunft – also für das, was in einigen Jahren und Jahrzehnten Geschichte sein wird.

An der Vergangenheit können wir nichts mehr ändern. An der Zukunft schon. Und was uns hilft auf die Zukunft in vernünftiger und humaner Weise Einfluss zu nehmen ist die Kenntnis der Vergangenheit. Daher bin ich ein „Überzeugungstäter“, wenn ich sage: Wir müssen uns mit der Geschichte beschäftigen. Wir müssen aus der Geschichte lernen. Und wir brauchen ein Haus der Geschichte.

Ich bin zuversichtlich, dass die Zeit, wo die Republik Österreich über kein Haus der Geschichte verfügt, bald der Vergangenheit angehört.
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