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Heute im hdgö

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28. Mai 2026: Queere Bewegungen machen Geschichte – Pride Month im hdgö

Anlässlich des Pride Month lädt das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) im Juni zu drei kostenlosen Kurzführungen und einer Kuratorenführung ein. Auch im Web und auf Social Media stehen die Forderungen nach Sichtbarkeit und Gleichberechtigung im Mittelpunkt. Gleichzeitig macht das Zeitgeschichtemuseum auf die Errungenschaften der queeren Bewegungen sowie aktuelle Debatten um Repräsentation aufmerksam.

Weitere Informationen

Queere Geschichte ist nicht nur im Museum sichtbar, sondern derzeit auch auf den Straßen der Bundeshaupstadt: Straßenbahnen fahren im Vorfeld der 30. Regenbogenparade wieder mit Regenbogenfahnen durch Wien. Eine der ersten Straßenbahn-Regenbogenfahnen ist im Bereich „Gleiche Rechte“ der hdgö-Hauptausstellung zu sehen. In den vergangenen 25 Jahren hat sich das bunte internationale Symbol stets verändert, um weitere Gruppen sichtbar zu machen – etwa intergeschlechtliche Menschen durch ein gelbes Dreieck mit violettem Kreis.

Ausgehend von diesen Aushandlungen von Sichtbarkeit verweist ein weiteres Objekt der hdgö-Sammlung auf die rechtliche Dimension von Anerkennung: der erste österreichische Reisepass mit einem „X“ als Geschlechtseintrag. Er wurde 2018 an Alex Jürgen ausgestellt, nachdem Jürgen erfolgreich vor dem Verfassungsgerichtshof geklagt hatte. Das Gericht bestätigte das Recht auf geschlechtliche Identität und ermöglichte damit Eintragungen jenseits der binären Kategorien. Der Reisepass samt seiner Geschichte ist auch in der neuen Sammlung Online des hdgö zu sehen.

Diese Themen greift das hdgö im Juni in seinem Führungsprogramm auf. Die Kurzführungen Zeitgeschichte kompakt: Queere Geschichten am 12., 14. und 21. Juni erzählen von Menschen, die gesellschaftlichen Erwartungen an Geschlecht und Sexualität nicht entsprochen und sich diesen widersetzt haben – von den 1920er Jahren bis in die Gegenwart. Am 5. Juni spricht Kurator Stefan Benedik um 16:30 Uhr in einer Führung über Vorstellungen von Un/angepasste Sexualität im Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt stehen die Biografien von Frauen, die verfolgt wurden und trotzdem heute vergessen sind.