3. März 2026: Freier Eintritt am Frauentag: Aktuelle Kämpfe und historisch gewachsene Ungleichheiten im hdgö
Bereits zum fünften Mal öffnet das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) am Internationalen Frauentag, den 8. März, bei freiem Eintritt seine Türen. Von 10 bis 18 Uhr lädt das Museum zu Einblicken in historisch gewachsene Ungleichheiten und aktuelle Kämpfe um Gleichstellung ein. Von der Einführung des Frauenwahlrechts über die mediale Darstellung von weiblicher Arbeit in der Nachkriegszeit bis zu den Reformen der 1970er-Jahre – kostenlose Führungen ordnen diese Entwicklungen ein und zeigen, wie sie bis in die Gegenwart wirken.
Vor 115 Jahren gingen Frauen in Österreich-Ungarn erstmals im März auf die Straße, um im Rahmen des Internationalen Frauentages für ihre Rechte zu demonstrieren. Dieser bis heute anhaltende Einsatz für politische, soziale und wirtschaftliche Gleichstellung spiegelt sich auch im Programm des hdgö wider: Am Vor- und Nachmittag finden diesen Sonntag stündlich wechselnde, kostenlose Kurzführungen bei freiem Eintritt statt. Um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr rückt Zeitgeschichte kompakt: Feministische Kämpfe zentrale Meilensteine und offene Fragen im Ringen von Frauenrechte in der Hauptausstellung Neue Zeiten: Österreich seit 1918 in den Mittelpunkt. Zeitgeschichte kompakt: Alles Arbeit widmet sich um 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr der gleichnamigen Sonderausstellung und beleuchtet anhand eines Pressefotoarchivs die Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit weiblicher Erwerbs- und Sorgearbeit in der steirischen Nachkriegszeit.
Bereits am Freitag, den 6. März, gibt Kuratorin Marianna Nenning Einblicke in feministische Themen der Hauptausstellung und in die Vitrine Objekt im Fokus: 50 Jahre Fristenregelung und Familienrechtsreform, die noch bis Ende April im hdgö-Foyer zu sehen ist. Gezeigt werden Titelseiten des Magazins „AUF – Eine Frauenzeitschrift“, einem zentralen Sprachrohr der autonomen Frauenbewegung, sowie die Schreibmaschine der AUF-Redakteurin Marietta Schneider. Die Reformen des Familien- und Strafrechts verankerten vor über 50 Jahren die Ehe als gleichberechtigte Partnerschaft und ermöglichten einen straffreien Schwangerschaftsabbruch – Forderungen, die von der Frauenbewegung über Jahrzehnte hinweg gestellt wurden und bereits in der ersten Republik erfolglos ihren Weg ins Parlament fanden.

