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Foto: Markus Guschelbauer/Haus der Geschichte Österreich cc-by nc 4.0

2018: Alte Saiten aufziehen

Ungarische Zither der Musikgruppe Őri Banda, gefertigt 2018 von Komróczki Gyula/VHS der Burgenländischen Ungar*innen/Burgenlandi Magyarok Népfőiskolája

Die ungarische Zither, auch bekannt als „magyar citera“, hat sich als traditionelles Volksmusikinstrument in Österreich etabliert, insbesondere bei der ungarischen Volksgruppe. Ungarische Musik war und ist für die Angehörigen der ungarischen Volksgruppe eine der Möglichkeiten der Vernetzung untereinander und für die Repräsentation nach außen.

 

Diese „Transdanubische Bauchzither“/„Dunántúli hasas citera“ wird von der „Őri Banda“ gespielt. Die Gruppe ist die älteste aktive ungarische Volksmusikgruppe in Österreich, gegründet 2001. „Őri Banda“ tritt vor österreichischem und ungarischem Publikum auf und versteht sich als Kulturbotschafterin ihrer Volksgruppe. Das Repertoire umfasst traditionelle Musik aus der Region der „Wart“/Őrség auf einer Form der ungarischen Zither, der „Dunántúli hasas citera“ (dazu mehr unten). Die geographische Region „Wart“ im Burgenland (rund um Oberwart, ungarisch: Felsőőr, kroatisch: Borta, Roman: Erba) ist ein Zentrum ungarischer Sprache und Kultur.

 

Die öffentliche Pflege von ungarischer Musik und Tanz war lange Zeit nicht selbstverständlich möglich, sondern hat sich in Österreich erst in den letzten Jahren des „Kalten Kriegs“ verbreitet. Denn nachdem der Aufstand gegen die staatssozialistische Diktatur in Ungarn 1956 niedergeschlagen worden war, verschwand Ungarn hinter dem „Eisernen Vorhang“ als „abgelegen“ aus der österreichischen Wahrnehmung oder wurde sogar als Bedrohung dargestellt. Alles Ungarische galt als rückständig und „minderwertig“. Viele des Ungarischen mächtigen Österreicher*innen vermieden es, über ihren unmittelbaren Bekanntenkreis hinaus Ungarisch zu sprechen oder als Aktivist*innen für die Volksgruppe aufzutreten. Die verschiedenen Gemeinden mit einer ungarischsprachigen Mehrheit verloren den Kontakt untereinander. Der erste Kulturverein wurde 1968 gegründet. Erst mit dem Ende der Diktatur in Ungarn und dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ wurden mehr Vereine gegründet. 1992 wurde schließlich auch ein öffentliches, mehrsprachiges Gymnasium eröffnet, das Unterricht in Ungarisch und für Angehörige der burgenlandkroatischen Volksgruppe auch auf Kroatisch anbietet.

Wir danken Attila Somogyi für Textbeiträge.

Mehr zur ungarischen Zither

Die ungarische Zither, auch bekannt als „magyar citera“, hat sich als traditionelles Volksmusikinstrument in Österreich etabliert, insbesondere bei der ungarischen Volksgruppe. Historisch von Bauern handgefertigt, spielten sie dieses Instrument sowohl einzeln als auch in kleinen Gruppen. Ein repräsentatives Exemplar ist die „Bauernzither“ aus dem historischen Bezirk (Komitat) Vas/Eisen im Südwesten des damaligen Ungarn. Im heutigen Burgenland, vor allem bei den ungarischen Gemeinschaften, ist die „Transdanubische Bauchzither“ namens „Dunántúli hasas citera“ weit verbreitet. Die vielfältigen Varianten der Zither sind in der Wiener ungarischen Gemeinschaft vertreten, darunter die Gruppe „Rézsarkantyú.“

 

Historisch von der Bevölkerung selbst hergestellt, begleitete die Zither Hochzeiten und Feierlichkeiten und bleibt ein Paradebeispiel für ein ungarisches Volksmusikinstrument.

 

Die ungarische Zither ist nicht nur ein musikalisches Symbol, sondern auch ein kulturelles Bindeglied. Der einzigartige Klang der Zither ist unverkennbar, und ihre Bauweise, insbesondere die „Transdanubische Bauchzither“, zeigt österreichischen Einfluss.

Videoaufnahme eines Auftritts der Őri Banda

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