Landesgericht für Strafsachen Wien und Namensmauer
Führung durch das historische Gerichtsgebäude sowie zur Gedenkstätte im Ostarrichipark
Der Rundgang bietet einen Überblick über die wechselhafte Geschichte des „Grauen Hauses“ und führt zunächst zum aus vielen medienwirksamen Prozessen bekannten Großen Schwurgerichtssaal sowie zum Egon Schiele Saal.
Auch die Justiz war eine wichtige Stütze der NS-Herrschaft und ein Mittel der Verfolgung ihrer Gegner*innen. Im Zentrum der Führung stehen die Menschen, die für ihren Widerstand gegen das Regime zum Tod verurteilt wurden, thematisiert werden aber auch die verantwortlichen Staatsanwälte und Richter.
Anschließend geht es zum Denkmal für die Opfer des Widerstands (369 Wochen) vor dem Landesgericht und in den gegenüber liegenden Ostarrichipark, in dem seit 2021 eine Namensmauer an die rund 65.000 von den Nazis ermordeten jüdischen Bürger*innen in Österreich erinnert.
Führung durch das Gerichtsgebäude mit Friedrich Forsthuber, Präsident des Landesgerichts und Obmann des Vereins Justizgeschichte und Rechtsstaat, bei den Namensmauern im Ostarrichipark durch Hannah Lessing, Vorständin des Nationalfonds der Republik Österreich für die Opfer des Nationalsozialismus, oder jeweiligen Vertreter*innen.
Führung in deutscher Sprache.
Bei schlechtem Wetter kann sich das Programm kurzfristig ändern.
Treffpunkt: jeweils pünktlich um 15 Uhr beim Gerichtseingang 1080 Wien, Alser Straße 7
Planen Sie Zeit für die Zutrittskontrolle ein.
Dauer: ca. 2 Stunden
Die Teilnahme ist kostenlos.
Hinweis: Die Gedenkstätte samt Ausstellung im Landesgericht für Strafsachen Wien ist bis Mai 2027 wegen der aktuellen Sanierung leider nicht zugänglich.