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Welche Spuren haben die Festwochen in deinem Leben hinterlassen? Wie haben sie dich geprägt? Wie und wo kreuzt sich die Geschichte des Festivals mit deiner eigenen Geschichte? Welche unvergesslichen Momente in deinem Leben sind Festwochen-Momente? Mache deine Geschichten, Fotos, Videos oder auch einfach nur Eindrücke zum Teil dieser Web-Ausstellung! 

 

Du kannst ein Foto oder Video des Momentes selbst hochladen oder eine Aufnahme eines Gegenstandes, der dich daran erinnert. Wenn du kein Foto/Video hast, kannst du gern auch die Geschichte erzählen, ohne etwas hochzuladen. Du kannst auch ein Foto einer anderen Person beitragen, wenn diese respektvoll gezeigt wird und wenn diese – bei lebenden Personen – damit einverstanden ist.

 

Anknüpfend an eine Vorgeschichte zuerst in der demokratischen Ersten Republik und dann in der Dollfuß-Schuschnigg-Diktatur wurden 1951 die Wiener Festwochen in der heutigen Form gegründet. In diesen 75 Jahren standen sie immer wieder auch im Mittelpunkt breiter Debatten, beispielsweise vor der Besetzung der Arena oder zur Asyldebatte 2000.  Details zu den einzelnen Produktionen bietet auch das Online-Archiv der Festwochen, das ab dem Frühjahr 2026 öffentlich verfügbar sein wird. 

 

Nutzungsbedingungen

Das ist eine rein digitale Ausstellung. Bitte poste Beiträge über den Button "Beitrag hinzufügen" hier ganz oben und schreibe uns unter feedback@hdgoe.at, wenn etwas nicht funktioniert oder du Nachfragen hast. Alle rechtlichen und allgemeinen Bedingungen für den Upload findest du in unseren Nutzungsbedingungen zusammengefasst.

 

Mitwirkende an dieser Web-Ausstellung zum Mitmachen
Eine Kooperation zwischen dem Haus der Geschichte Österreich und den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien.
Team hdgö: Anna Bausch, Stefan Benedik, Andreea Dosa 
Team Wiener Festwochen: Joachim Kapuy, Artemis Vakianis 
Grafik und Implementierung: treat.agency

Wir bedanken uns sehr bei allen Beiträger*innen! 

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Kaorle am Karlsplatz
Auf welches Jahr bezieht sich deine Erinnerung?
1982
Urheber*in der Abbildung
Scheib/Maderthaner/...
Beiträger*in
Christian Scheib
BESCHREIBUNG
Kaorle am Karlsplatz Von Margot Pilz Erinnert von Christian Scheib Es war einfach verblüffend. Und verblüffend einfach. Vordergründig. Man verlässt als Student die Musikhochschule in der Lothringerstraße am Schwarzenbergplatz nach welchen Stunden auch immer zu Kontrapunkt, Stimmbildung oder Musikgeschichte, und keine drei Minuten später findet man sich am Strand in Italien wieder. Und das am Wiener Karlsplatz im Frühjahr 1982. Genauer gesagt: im Kunstprojekt „Kaorle am Karlsplatz“. Von, wie wir später herausfanden, der Künstlerin Margot Pilz als Projekt der Wiener Festwochen. Da war 1982 einfach plötzlich mitten in Wien Italien ausgebrochen, mit weißem Sandstrand, Palmen und Liegestühlen. Warum und wofür? Ohne Eintritt? Einfach so? Wir nahmen das Angebot an. Kein anstrengender Instrumentalunterricht in der Musikhochschule mehr ohne anschließende Chill-Out-Stunde am Karlsplatz. In „Kaorle“. Es waren insgesamt herausfordernde Jahre, diese ganz frühen 80er. Im Zimmer 309, eigentlich ein kleiner Vortragssaal, in der Musikhochschule in der Lothringerstraße, also genau zwischen dem Wiener Konzerthaus und dem Akademietheater samt verlässlicher Theaterkantine auch für uns Student/innen im Souterrain, inszenierten wir Studentenvertreter damals ein „heimliches“, also nicht-öffentliches Screening der „Staatsoperette“ des Komponisten Otto M. Zykan in der Fernsehfassung von Franz Novotny. Die „Staatsoperette“ öffentlich zu zeigen war ja damals immer noch verboten. Dann gings rüber nach Kaorle am Karlsplatz. Danach ab ins Kino, vielleicht – schon wieder Franz Novotny – zu den Strizzis Hanno Pöschl und Paulus Manker in „Exit … Nur keine Panik“. Zum Abschluss des Tages dann jedenfalls in die Jazzspelunke von Helga Danek in der Dürergasse, um tagtäglich/nächtlich mit dem halben Vienna Art Orchestra Musik zu hören und Bier zu trinken. Oder auch gegenüber in Uzzi Försters „Einhorn“. Aber natürlich war das mit dem Sandstrand von „Kaorle am Karlsplatz“ nicht so einfach, wie das jetzt klingen mag. Natürlich verstanden wir, dass da irgendwas nicht stimmt. Sozusagen. Wir waren ja nicht umsonst jahrelang als Kinder nach Caorle, Jesolo und gar Rimini oder Riccione gefahren, um jetzt auf diesen Schmäh so einfach reinzufallen. Aber genau dieses Schweben zwischen Täuschung und Wissen, zwischen Wirklichkeit und Wunsch, zwischen Künstlichkeit und Konstruktion war das Geniale an dieser „Kunstinstallation“ alias „sozialer Plastik“. Dieses Schweben empfanden damals offenbar auch andere: „zwischen Zynismus und Naivität schwebend“ hieß es in einer damaligen Rezension. Das Projekt „Kaorle am Karlsplatz“ aus 1982 empfand ich als so grandios, weil es von Grund auf revolutionär und zugleich wie nebenbei platziert war. Kein Aktionismus, keine Aufregung, keine Botschaft, keine Wichtigtuerei. Einfach Präsenz statt Repräsentanz. Einfach Dasein. Einfach Sand und Liegestühle vor der Karlskirche. Frei zur Benutzung für jederfrau. GROSSARTIG. Das hat 1982 die Sichtweise auf das Leben (und auf die Kunst) verändert. Und war da damals in Kaorle nicht auch noch ein Wal mit dabei?